Produktionen des VIP Medienfonds bleiben hinter Erwartungen zurück
Filmfonds bringen Verluste

Schwarze Zeiten für Anleger des VIP Medienfonds 3: 2004 erwirtschaftete der Fonds statt prognostizierter 29,5 Millionen gerade mal 0,52 Millionen Euro Umsatz.

Noch im Bericht zum dritten Quartal 2004 war nur bei einem der zehn Fondsfilme von Verzögerungen die Rede. Ärger auch im ersten Quartal 2005: statt 7,4 Millionen Euro waren es nur 0,27 Millionen Euro Umsatz.

VIP-Chef Andreas Schmid begründet die massiven Abweichungen mit "Produktionsverschiebungen". Doch auch bei abgedrehten Filmen gibt es Probleme. So liege "The Jacket" mit Adrien Brody und Keira Knightley an den US-Kinokassen "weit hinter den Erwartungen zurück", schreibt Schmid den Anlegern. Unabhängig vom Erfolg der Filme garantiere die Dresdner Bank aber eine Schlusszahlung von 235 Millionen Euro - somit könnten Anleger maximal 14,5 Prozent ihrer Einlage verlieren.

Den für 2005 angekündigten Beweis, dass Anleger an Filmfonds verdienen können, bleibt Schmid mehr als schuldig. Trotzdem legt er den VIP-Anlegern in einem Brief unverdrossen neue Fonds des Hauses ans Herz: Wegen des geplanten Abbaus von Steuersubventionen böte sie womöglich die letzte Gelegenheit, "mit Sicherheit bei hohen Renditechancen zu investieren". Doch Vorsicht: Eine neue Regierung könnte Steuervorteile trotz anderslautender Behauptungen von Branchenvertretern rückwirkend streichen.

VIP steht mit seinen Überraschungen nicht alleine. So haben die fünf Medienfonds der Apollo Media die Prognosen um bis zu 80 Prozent verfehlt.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 32 vom 04.08.2005 Seite 86

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