Quartalsbilanz der zehn führenden europäischen Investmentprodukte
Robeco liefert die höchste Rendite

In Europa domizilierte Aktienfonds haben im zweiten Quartal 2005 zugelegt. Die zehn größten Fonds der Region gewannen im Zeitraum bis zum 20. Juni durchschnittlich 4,51 Prozent. Sie stellten damit Anleihe- und Geldmarktfonds in den Schatten.

Bloomberg BERLIN. Unter den Aktienfonds verzeichnete der von Robeco NV in Rotterdam den stärksten Anstieg. Der 7,6 Mrd. Dollar (6,4 Mrd. Euro) schwere und von Mark Glazener verwaltete Fonds gewann in dem Zeitraum 9,4 Prozent. Er wies damit eine wesentlich bessere Performance als seine Benchmark MSCI World Index auf, die lediglich ein Plus von einem Prozent erreichte.

Der Robeco-Fonds ist nach fast zwei schwachen Jahren damit wieder auf dem Weg nach oben. Er hatte 2003 sowie über weite Teile des vergangenen Jahres die schlechteste Performance der zehn Europa- Fonds aufzuweisen. "Glazener hat in den vergangenen drei Monaten gute Arbeit geleistet und dem Fonds wieder auf die Gewinnerstraße geholfen", sagt Simon Pehrson, Fondsanalyst bei Standard & Poors.

Der Fonds profitierte unter anderem von seinem Investment in D.R. Horton Inc., den zweitgrößten Baukonzern der USA, dessen Kurs in den drei Monaten 26 Prozent hochschnellte. Baukonzerne waren gefragt, da damit gerechnet wird, dass Hauskäufe in den USA aufgrund der niedrigen Hypothekenzinsen anziehen werden. Der US National Association-Branchenverband of Homebuilders erklärte am 9. Juni, dass die Hausbauer dieses Jahr mehr als die Rekordzahl von 1,21 Mill. Eigenheimen verkaufen werden.

Hinter dem Robeco-Fonds kam der 5,4 Mrd. Dollar schwere Emerging Markets Fonds von Capital International mit einem Plus von sieben Prozent im zweiten Quartal auf Rang zwei. Der von einem Team mit Osman Akiman und Victor Kohn verwaltete Fonds setzt unter anderem auf den lateinamerikanischen Mobilfunkanbieter America Movil SA, der 15 Prozent gewonnen hat. Zwölf Prozent des Fonds entfallen auf Brasilien, dessen Benchmark Bovespa 9,8 Prozent geklettert ist.

Bereits das zweite Quartal in Folge verzeichnete der Global Equity Fonds von Capital International die schlechteste Performance der europäischen Fonds-Schwergewichte. Er legte nur um 0,8 Prozent zu, weil einige der größte Beteiligungen, unter anderem am weltgrößten Mobilfunkkonzern Vodafone Group Plc und dem Medienkonzern Time Warner Inc., enttäuschten.

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