Quartalsbilanz
Goldfonds hängen die Konkurrenz ab

Nach dem miserablen Vorjahr haben viele Investmentfonds Anlegern im ersten Quartal wieder Gewinne beschert. Insbesondere risikoreiche Investmentprodukte feierten ein Comeback, weil auch die Risikofreude der Investoren zunahm. So schlugen sich Schwellenländerfonds in den ersten drei Monaten sehr gut. Klarer Gewinner der Quartalsbilanz waren jedoch Goldminenfonds.

FRANKFURT. Die Anleger von Investmentfonds schöpfen Hoffnung: In den ersten drei Monaten streichen sie überwiegend Gewinne ein - auch wenn diese Erträge vorerst nur die Verluste aus dem katastrophalen Krisenjahr 2008 mindern. Viele Investoren und Vermögensverwalter glauben daran, dass die staatlichen Stützungsprogramme zusammen mit den Maßnahmen der Notenbanken die Wirtschaft wieder auf Kurs bringen werden.

Mit dieser Überzeugung kehren Anleger in die als risikoreich betrachteten Vermögensformen zurück. Deshalb führen Produkte für Schwellenländeraktien, Rohstofftitel und den mit Kreditrisiken behafteten Anleihen die Performance-Hitliste an. Dagegen rutschen Aktienfonds für die klassischen Regionen Europa, Nordamerika und Japan weiter ab.

Die Übersicht basiert auf einer Auswertung der Analysegesellschaft Feri Eurorating mit über 8 000 in Deutschland zugelassenen Investmentfonds in- und ausländischer Anbieter. In die vorliegende Bewertung gehen mehr als 4 000 Produkte ein, die den ausgewählten 36 Anlageschwerpunkten zugeordnet werden. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung aller Fonds für den jeweiligen Schwerpunkt. Zusätzlich weist die Tabelle die durchschnittlichen Veränderungen über einen Fünfjahreszeitraum sowie den ertragreichsten Fonds für das erste Quartal aus.

Die Aufstellung zeigt die veränderte Risikovorliebe der Anleger. Investoren hatten im vergangenen Jahr beispielsweise ihre Anteile an den Märkten für Schwellenländer und im Rohstoffsektor panikartig verkauft. Jetzt macht sich vorsichtige Zuversicht breit. Fondsmanager pochen auf relativ gute Wirtschaftsdaten, eine verbesserte Stimmung unter den Anlegern und attraktive Bewertungen.

Regionenfonds für Asien oder Lateinamerika legen im Schnitt zwischen drei und acht Prozent zu. "Die Schwellenländer werden die Konjunkturlokomotive für die Welt spielen, und sie haben weiterhin das größte Wachstumspotenzial", glaubt Jean-Dominique Bütikofer, Emerging-Markets-Fachmann bei der Union Bancaire Privée in Genf.

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