Ranking
Dachfonds setzen weiter auf Schwellenländer

Dachfonds müssen eine Streuung vorweisen können - fünf ist die Untergrenze. Im Ranking der flexiblen Dachfonds liegt mit Patriarch My Finance Total Return ein Produkt an der Spitze, was sogar beinahe 60 Einzelpositionen einschließt.

HAMBURG. Das Investmentgesetz schreibt Dachfonds vor, dass sie das Geld der Anleger auf mindestens fünf Zielfonds aufteilen müssen. Es gibt eine Reihe von Managern, die damit auskommen oder sich auf maximal zehn bis zwölf Beteiligungen beschränken. Nicht so Robert Schmidt und René Blaschke. Die Berater des von der Frankfurter VCH Investment Group lancierten Patriarch My Finance Total Return halten derzeit nicht weniger als 58 Einzelfonds im Portfolio.

"Wir legen Wert auf eine möglichst breite regionale Streuung", erläutert Schmidt. Dabei deckt das Duo selbst einzelne Länder wie Korea, Russland oder Indien mit mehreren Bausteinen ab, die möglichst wenig miteinander korrelieren.

Der mit aktuell rund 40 Prozent recht hohe Anteil an Schwellenländern ist einer der Gründe, warum der Patriarch My Finance Total Return den jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 191 sowohl in Aktien- als auch in Rentenfonds investierenden Dachfonds mit deutlichem Abstand anführt. Zum Stichtag 30. Juni stieg der Anteilswert um 34,70 Prozent (Tabelle). "Eine Mindestquote für diesen Marktbereich gibt es allerdings nicht", sagt Schmidt. Entscheidend für eine Anlageentscheidung seien die wirtschaftlichen Fundamentaldaten eines Landes oder einer Region, und die stellten sich für viele Schwellenländer nach wie vor positiv dar. Ähnliches gelte für Europa, wo die geschäftsführenden Partner des Nürnberger Beratungsunternehmens My Finance aktuell zu 30 Prozent investiert sind.

Mit aktuell 20 Zielfonds präsentiert sich der Ass-Global von Veritas deutlich konzentrierter, aber kaum weniger erfolgreich: Ein Zwölf-Monats-Zuwachs von 23,29 Prozent per Ende Juni bedeutet Rang zwei der Kategorie. Mit einem Anteil von zwischenzeitlich 35 Prozent waren auf Schwellenländer spezialisierte Bausteine auch in diesem Fonds prominent vertreten. "Je nach aktueller Börsensituation ist es jedoch möglich, diese Region herunterzufahren oder sogar komplett darauf zu verzichten", sagt Fondsberater Joachim Tack, Geschäftsführer des ebenfalls in Nürnberg ansässigen Finanzdienstleistungsinstituts Fairway Asset Management. Die jeweilige Zusammensetzung ergebe sich aus einem Mix fundamentaler und technischer Indikatoren.

Obwohl Tack seinen Fonds durch die aktuelle US-Immobilienkrise allenfalls indirekt betroffen sieht, hat er mittlerweile auf das veränderte Börsenumfeld reagiert und den Anteil an Kurzläufer- und Geldmarktfonds auf knapp 50 Prozent angehoben. Die dort aktuell geparkten Gelder will er allerdings zügig reinvestieren - und zwar bevorzugt in Brasilien und Südostasien.

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