Ratgeber
Wege zum Geld für Falk-Anleger

Vermittler verklagen

Vermittler eines Falk-Fonds heute noch wegen Falschberatung auf Schadenersatz zu verklagen, scheitert vielfach wegen Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist. Eine Chance besteht allerdings dann, wenn der Vermittler nicht darüber aufgeklärt hat, wie hoch seine Provision ausfällt. „Das ist regelmäßig der Fall“, sagt Anwalt Ralph Veil. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass für jeden Beratungsfehler, sobald er festgestellt wird, die Verjährungsfrist von vorn beginnt (Az.: V ZR 25/07 vom 9.11.2007). Dass ein Vertreter seine Provision gegenüber dem Kunden offen legen muss, befand der BGH mehrfach, zuletzt am 12. Mai 2009 (Az.: XI ZR 586/07).

Treuhänder verklagen

Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe vertritt die Auffassung, dass ein Treuhänder die Anleger darüber aufklären muss, dass ein Insolvenzverwalter Ausschüttungen zurückverlangen kann, solange der Fonds die Anfangsverluste noch nicht abgetragen hat. (Az.: 4 U 9/08 vom 6.8.2009).

Vergleich widerrufen

Falk-Insolvenzverwalter Josef Nachmann geht von rechtskräftig geschlossenen Vergleichen mit Falk-Anlegern aus. Anwalt Veil widerspricht. Wenn nach Vergleichsabschluss neue Tatsachen bekannt würden, könne der Vergleich angefochten werden. Sollte der BGH entscheiden, dass der Treuhänder seine Aufklärungspflicht verletzt hat und Anleger Forderungen des Insolvenzverwalters beim Treuhänder gegen die eigenen aufrechnen darf, sei dies eine neue Tatsache, die den Vergleich aushebele.

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