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Neue Noten für offene Immobilienfonds

Scope Analysis, eine Ratingagentur für Finanzprodukte, hat gestern in Frankfurt ihr erstes Rating offener Immobilienfonds nach Partnerwechsel und veränderter Kriteriengewichtung vorgelegt. Zwölf Fonds schnitten besser, elf schlechter ab als vor einem Jahr.

HB FRANKFURT. Am besten beurteilt wurden TMW Immobilien Weltfonds und West-Invest Immo Value. Sie erhielten die Note („AA+“). „AA+“ steht für „sehr hohe Qualität“ – in einer von „AAA“ („hervorragende Qualität“) bis „D“ („sehr geringe Qualität“) reichenden Notenskala. Die Note „D“ erhielt der schon lange nicht mehr aktiv vertriebene CS WV Immofonds. In die Benotung fließen nun Bewertung von Immobilien mit 40 (vorher 35) Prozent, Management 30 (15) Prozent und Finanzstruktur 30 (50) Prozent ein.

Den Part der Immobilienanalyse hatte nach dem Ausscheiden der Bulwien-Gesa AG im vergangenen Spätsommer die Bauhaus-Universität in Weimar übernommen. Kurz zuvor hatten sich Analystin Alexandra Merz und Scope getrennt. Zur gleichen Zeit war Scope in finanziellen Problemen, so dass eine Weile Zweifel an der Fortsetzung des Fondsratings herrschten. Die Scope-Gruppe gab sich eine neue Struktur. Scope bewertet ohne Auftrag. Die Gesellschaft finanziert sich aus Lizenzeinnahmen. „Wir schreiben mit dem Rating offener Immobilienfonds schwarze Zahlen“, versicherte Scope-Sprecherin Claudia Vogl-Mühlhaus.

Nach der Aufregung über Verkaufsempfehlungen im vergangenen Jahr habe Scope nur einige kleinere Lizenzen verloren, sagte sie. Nach massiver Kritik aus der Fondsbranche und Ärger mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hatte Scope keine Handlungsempfehlungen mehr veröffentlicht. „Wir haben nicht die Aufgabe, Märkte zu bewegen“, sagte Vogl-Mühlhaus. Analystin Merz hatte im Frühjahr 2006 den Verkauf von Anteilen am Fonds Kanam Grundinvest empfohlen und damit die Aussetzung der Anteilsrücknahme des Fonds provoziert.

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