Rating
Top-Fonds von Uniqa steht unter Beobachtung

Auch Fonds müssen sich beweisen – im Ranking von Feri Rating & Research wird die Performance auf Herz und Nieren geprüft. Unter besonderer Beobachtung steht mit Uniqa dabei ein Top-Fonds, der bislang gute Ergebnisse lieferte, nun jedoch vor einem großem Umbruch steht.

HAMBURG. Erst vor vier Monaten hat die Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Rating & Research dem Uniqa Total Return die höchste Rating-Note „A“ verliehen. Der Fonds wird von der österreichischen Versicherungstochter Uniqa Finanz-Service betreut. Nun steht das Rating auf dem Prüfstand, da Ende Juni mit Reinhard Ploder und Günter Ferstl zwei Mitglieder des Management-Trios ausscheiden. „Wir werden den Fonds in den nächsten Monaten intensiv beobachten und dann entscheiden, ob es beim bisherigen Rating bleibt“, sagt Feri-Analyst Christian Michel.

Bislang schien das positive Urteil gerechtfertigt: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Kategorie „Absolute Return“ belegt der Uniqa Total Return mit einem Wertzuwachs von 8,49 Prozent den vierten Rang, auf Sicht von drei Jahren entwickelte sich sogar kein anderer auf strikte Verlustbegrenzung ausgerichteter Konkurrent besser (Tabelle). Die wesentlichen Erfolgs-Komponenten waren die flexible Aktienquote, die zwischen null und 100 Prozent variieren kann, die Konzentration auf Qualitätsunternehmen und strikte Risikokontrolle: Sobald der Aktienanteil im Portfolio 15 Prozent des Fondsvermögens übersteigt, werden zur Absicherung Put-Optionen auf den europäischen Aktienindex DJ Euro Stoxx 50 eingesetzt.

„An den Eckpfeilern dieser Strategie ändert sich nichts“, betont Ernst Krehan. Der Leiter des Uniqa-Fondsmanagements baut um die verbleibende Managerin Brigitte Kellerer-Wendelin herum gerade ein neues Team auf, dem spätestens bis Herbst vier Personen angehören sollen. Derzeit besteht das Portfolio des Uniqa Total Return zu 44 Prozent aus Staatsanleihen, 22 Prozent Aktien und vier Prozent Unternehmensanleihen. 30 Prozent dienen als Barreserve und sollen erst im Falle einer Korrektur an den Aktienmärkten neu investiert werden.

Mit aktuell knapp 40 Prozent ist der auf Rang zwei liegende Nordea Absolute Return fast doppelt so hoch in Aktien investiert. Dabei handelt es sich nach Angaben von Claus Vorm, der den Fonds zusammen mit Asbjörn Trolle Hansen und Robert Naess von Kopenhagen aus betreut, aber ausnahmslos um Titel, die sich bislang deutlich schwankungsärmer als der Markt gezeigt hätten. Als Beispiele nennt er Swisscom, BMW, Air Liquide und die britische Großbank HSBC.

Laut Vorm steuern die Aktienmärkte angesichts steigender Zinsen und nachlassender Gewinndynamik in schwierigere Fahrwasser. Unterstützung biete aber die nach wie vor rege Fusions- und Übernahmetätigkeit. Am Rentenmarkt bevorzugt das Management-Trio des von Feri ebenfalls mit der Höchstnote A bewerteten Nordea Absolute Return Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren.

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