Raum für Verbesserungen
Mittelzuflüsse in Europa auf Rekordniveau

Die europäischen Fondsmanager haben sich von der zurückliegenden Krise bestens erholt. So zumindest sieht es Wolfgang Mansfeld, der Präsident des europäischen Investmentverbandes Fefsi, dem zufolge „niemand die Integrität der Industrie anzweifelt“.

HB LONDON. Mansfeld belegt solche Aussagen mit Zahlen. So hatte die Fondsindustrie bis Ende März ein Rekordvermögen von 5 Bill. Euro eingesammelt. Im vergangenen Jahr konnten die nach europäischen Vorschriften (Ucits) aufgelegten Fonds 232 Mrd. Euro einsammeln – gut ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Zwar deutet sich für das laufende Quartal ein deutlicher Abschwung der Mittelzuflüsse an – möglich ist sogar ein Stillstand. Das liegt jedoch nach Mansfelds Aussagen eher an der zuletzt etwas schlechteren Entwicklung der Märkte, als an einer Vertrauenskrise in Investment-Fonds. „Die Anleger reagieren nach den Erfahrungen des Bärenmarktes von 2000 bis 2002 heutzutage schneller auf schlechte Bedingungen als früher“, so Mansfeld.

Dennoch sieht der Verbands-Präsident auch Raum für Verbesserungen. Die Industrie müsse ihre Standards und Transparenz weiter verbessern und auch die Qualität der Beratung müsse zunehmen. Von Seiten der Gesetzgeber fordert er eine deutlichere Umsetzung der Fondsbestimmungen Ucits. Diese würden in verschiedenen Ländern zu unterschiedlich behandelt. Das hindere Europa daran, zu den USA aufzuschließen. Auch sei der Fluss der Gelder eines Landes in Fondsprodukte anderer Länder (Cross Border Flow) „nicht wirklich beeindruckend“. Zwar fließe ein Fünftel der in Europa investierten Fonds-Gelder über Landesgrenzen hinweg. Steuerliche Barrieren und hohe Transaktionskosten führten jedoch dazu, dass „die vorhandenen Möglichkeiten zerstört werden“.

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