Regionale Stärke
Mischfonds lassen globale Aktienmärkte außen vor

Der Sigma Plus Offensiv ist nichts für Anleger mit schmaler Brieftasche: Mindestens 50 000 Euro verlangt die Sparkassentochter Deka für den Einstieg in den ursprünglich als Produkt für institutionelle Anleger konzipierten Mischfonds. Wer diese Summe vor einem Jahr aufbringen konnte, hat dies aber wohl kaum bereut.

HAMBURG. Das Deka-Produkt belegt in der aktuellen Zwölf-Monats-Auswertung von Feri Rating & Research unter 63 überwiegend in Aktien anlegenden Mischfonds mit einem Plus von 15,92 Prozent Rang eins. "Wir waren in diesem Zeitraum fast durchweg vollständig in Aktien investiert, dabei hat sich der Schwerpunkt Euro-Zone ausgezahlt", sagt Deka-Manager Thorsten Rühl. Bei der Titelauswahl stützt er sich auf ein mathematisches Modell, das regelmäßig den aus Risiko- und Ertragsgesichtspunkten günstigsten Portfolio-Mix aus rund 120 Einzeltiteln ermittelt. Bei diesem Ansatz bleiben Schwellenländer komplett außen vor, ansonsten hat der Deka-Manager jedoch freie Hand. "Wir orientieren uns nicht an einem bestimmten Vergleichsindex, der regionale Gewichtungen vorgibt", sagt Rühl. Außerhalb Europas hat er aktuell nur 15 Prozent des Portfolios in den USA und Kanada investiert.

Regional weit stärker schränkt sich der Plusfonds von Cominvest ein. Er investiert ausschließlich auf dem deutschen Aktienmarkt und belegt aktuell Rang drei. Im Gegensatz zum Sigma Plus Offensiv ist der von Christoph Berger gemanagte Fonds selten nur in Aktien investiert. "Wir halten derzeit rund 15 Prozent des Portfolios in europäischen Staatsanleihen", erläutert Berger, dessen Vergleichsmaßstab zu 75 Prozent aus Aktien und 25 Prozent aus Renten besteht. "Das konjunkturelle Umfeld ist intakt, und die Bewertungen sind durchaus attraktiv", erläutert Berger das augenblickliche Übergewicht auf der Aktienseite.

Bei der Titelauswahl beschränkt sich der Co-Manager des Deutschland-Klassikers Fondak aktuell nicht auf die großen im Dax gelisteten Unternehmen, sondern hält rund 30 Prozent des Portfolios in Titeln aus dem Nebenwerteindex MDax. Auf Branchenebene setzt Berger wie Konkurrent Rühl bevorzugt auf Finanzwerte, wenn auch weniger ausgeprägt: So sind diese Titel im Sigma Plus Offensiv mit 28 Prozent gewichtet, beim Plusfonds sind es 21 Prozent. "Diese Aktien haben ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis, und es sind Gewinnrevisionen nach oben zu erwarten", begründet Berger seine aktuelle Vorliebe für Aktien wie Allianz und Deutsche Bank. Im Gegensatz zum Sigma Plus Offensiv steht der von Berger als "Fondak mit Rentenbeimischung" bezeichnete Plusfonds auch Kleinstanlegern offen: Theoretisch reicht bereits die Mindestsumme von einem Euro zum Kauf.

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