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Strategen sind optimistisch für deutsche Aktien

In der Kategorie der deutschen Aktienfonds wird die DWS ihrer Rolle als Branchenprimus gerecht: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Analysegesellschaft Feri Rating & Research finden sich gleich fünf Fonds der Deutsche-Bank-Tochter unter den Top Ten.

HAMBURG. Mit einem Plus von knapp 46 Prozent schneidet dabei der DWS Zürich Invest Aktien Deutschland am besten ab und führt die Rangliste an (s. Tabelle). DWS-Managerin Susan Levermann führt den knappen Vorsprung vor den von ihrem Kollegen Henning Gebhardt gemanagten Fonds DWS Aktien Strategie Deutschland, DWS Select-Invest und DWS Deutsche Aktien Typ O in erster Linie auf ihre etwas aggressivere Anlagestrategie zurück. "Rund 40 Prozent des Fondsvermögen entfallen derzeit auf Nebenwerte", so Levermann. Zudem habe sie im vergangenen Jahr häufig gegen die allgemeine Marktmeinung investiert und bereits im Sommer begonnen, den Fonds stärker auf Wachstumstitel auszurichten. "Die Investitionen in typische Wachstumstitel wie Puma, United Internet oder Fluxx haben sich inzwischen ausgezahlt", so die DWS-Managerin. Aktuell setzt sie mit ihrem rund 150 Mill. Euro schweren Fonds vor allem auf die Bereiche Konsumgüter, Finanzen und Grundstoffe. Zu den größten Einzelpositionen gehören Bayer, Deutsche Bank und Deutsche Telekom.

Von den jüngsten Kurskorrekturen lässt sich die DWS-Managerin nicht beeindrucken. Levermann: "Viele Firmen haben ihre Hausaufgaben gemacht und sind sehr viel profitabler geworden." Hinzu kämen eine nach wie vor attraktive Bewertung vieler Aktien, niedrige Zinsen und die Tatsache, dass es derzeit nur wenig attraktive Anlagealternativen gebe.

Das sieht Manfred Piontke durchaus ähnlich. "Der Zyklus ist reifer, aber noch nicht vorbei", sagt der Manager des Fonds FPM Stockpicker Germany All Cap, der ebenfalls bei der DWS aufgelegt worden ist, aber extern verwaltet wird. Viele Parameter sprächen für weiter steigende Aktienkurse. Der im Drei-Jahres-Vergleich nach wie vor mit deutlichem Abstand führende Fonds der Beratungsgesellschaft Frankfurter Performance Management AG blieb allerdings in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von nur 28 Prozent deutlich zurück. Piontke führt dies vor allem auf die starke Korrektur der Nebenwerte im Oktober 2005 zurück. Davon waren unter anderem Titel wie Mobilcom und Tele Atlas betroffen, die zu den zehn größten Positionen im Fonds gehören. Seit Anfang vergangenen Jahres ist der Fonds FPM Stockpicker Germany All Cap für Neuzeichner geschlossen, da sein Volumen den Gründern zu groß geworden war. Anleger können den Fonds daher bis auf weiteres nur über die Börse kaufen.

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