Rentenfonds
Activest Total Return enttäuscht die Anleger

Der einstige Verkaufsschlager Activest Total Return von Pioneer schwächelt: Zwar ist er immer noch der größte deutsche Rentenfonds, doch die Wertentwicklung ließ in letzter Zeit deutlich zu wünschen übrig. Nun versucht der Fondsmanager mit einer offensiven Strategie eine Aufholjagd.

HAMBURG. Laut der Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) werden in dem Fonds Vermögen in Höhe von 5,9 Mrd. Euro verwaltet. Der Activest Total Return belegt unter elf bei Feri Rating & Research gelisteten Absolute-Return-Produkten mit einem mageren Wertzuwachs von 1,60 Prozent über zwölf Monate derzeit allerdings nur den vorletzten Platz. Das Etikett "Absolute Return" besagt, dass der Fonds Verlustrisiken für jede Marktentwicklung möglichst ausschließen sollte.

Damit hat Pioneer-Manager Gerd Rendenbach die angestrebte Rendite von zwei Prozentpunkten oberhalb des Sechs-Monats-Geldmarktzinses klar verfehlt. "Der Fonds litt unter anderem unter dem Zinsanstieg und dem starken Euro", räumt Rendenbach denn auch ein.

Für 2007 sieht der Pioneer-Manager jedoch gute Chancen, wieder weiter vorne mitzumischen. Dazu sollen unter anderem eine offensivere Positionierung in Papieren mit längerer Laufzeit sowie die Engagements in türkischer Lira, ungarischem Forint und russischem Rubel beitragen. Diese drei Währungen machen im Portfolio zusammen mehr als sieben Prozent aus. Aktien spielen dagegen mit einer Gewichtung von drei Prozent weiter kaum eine Rolle. Zehn Prozent wären den Fondsstatuten nach erlaubt.

Völlig außen vor bleiben Aktien beim OP Bond Global Opportunities von Oppenheim Pramerica. Der Fonds hat nach einer Schwächephase bereits aufgeholt. Noch per Ende September vergangenen Jahres lag er über zwölf Monate gesehen mit 0,86 Prozent im Minus. Seitdem hat er jedoch deutlich an Boden gutgemacht und belegt mit einem Wertzuwachs von 4,15 Prozent derzeit wieder Rang vier seiner Vergleichsgruppe.

"Besonders gut entwickelten sich unsere Engagements in kleineren Rentenmärkten wie Polen und Ungarn, und mit der Untergewichtung von Papieren aus Australien und Neuseeland lagen wir ebenfalls richtig", erläutert Fondsmanager Thomas Olbrich. Er gibt sich zuversichtlich, in diesem Jahr die angestrebte Zielrendite von zwei Prozentpunkten oberhalb des Drei-Monats-Euribor von derzeit 3,8 Prozent zu erreichen.

Nach Ansicht von Björn Drescher, Herausgeber des Informationsdienstes "Fonds im Visier" in St. Augustin, treffen Anleger sowohl mit dem Activest Total Return als auch mit dem Oppenheim-Pramerica-Produkt eine gute Wahl. "Olbrich managt seinen Fonds etwas aggressiver als Rendenbach", urteilt Drescher. "Besonders konservativen Anlegern wäre daher eher der Activest Total Return zu empfehlen." Die jüngste Schwächephase des einstigen Verkaufsschlagers hält Drescher nicht für dramatisch: "Bei diesem Fonds steht die Verlustvermeidung und weniger die Erzielung hoher Renditen im Vordergrund."

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