Rentenfonds
Anleihefonds von Fortis hängt die Konkurrenz ab

Günter Netzer macht es möglich. Unter den Rentenfonds der Allianz-Tochter Dit hat der Euro Bond Total Return beim Volumen mit satten 8,3 Mrd. Euro klar die Nase vorn.

HAMBURG. Der von dem ehemaligen Fußball-Weltmeister beworbene Fonds bringt rund 5,6 Mrd. Euro mehr auf die Waage als der nächstgrößere Dit-Rentenfonds. Auch unter den bei Feri Rating & Research gelisteten Euro-Rentenfonds liegt er vom Volumen her mit Abstand auf Rang Eins. Der Dit-Allianz Rentenfonds belegt den siebten Platz (Tabelle).

Bei der Wertentwicklung zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. So erzielte das Netzer-beworbene und von Scott Mather verwaltete Renten-Schwergewicht im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich nur ein Plus von 3,63 Prozent. Damit landete er nur auf Platz 111 von 226 Euro-Rentenfonds. Der Dit-Allianz Rentenfonds kam mit einem Plus von 3,8 Prozent auf Rang 89. Und das, obwohl dessen Manager Mathieu Louanges viel weniger Freiheiten genießt als Mather. Anders als sein Kollege darf Louanges nicht in Fremdwährungsanleihen und Hochzinspapiere investieren. Auch muss er mindestens die Hälfte des Portfolios in deutschen Rentenpapieren anlegen.

Das Dit-Duo gibt sich für 2006 zuversichtlich, mit seinen Fonds einen Wertzuwachs von mindestens vier Prozent zu erzielen. Beide Manager gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen am 2. März um voraussichtlich 0,25 Prozentpunkte anheben wird. Die wirtschaftlichen Rahmendaten der Euro-Zone haben sich verbessert, ebenso die Unternehmenszahlen. "Ein Anstieg erscheint daher gerechtfertigt", erläutert Mather. Auch ein weiterer Zinsschritt sei 2006 denkbar. Seiner Einschätzung nach wird die anstehende Leitzinserhöhung in den kommenden Wochen jedoch kaum Auswirkungen auf den Euro-Rentenmarkt haben: "Die Zinserhöhung war absehbar und ist in der Zinsstrukturkurve eingepreist", so der Dit-Manager. Das habe bei lang laufenden Anleihen zu einer sinkenden Rendite geführt.

Auch Frederic Mackel rechnet mit steigenden Zinsen in der Euro-Zone. Dafür spreche unter anderem die durch hohe Energiepreise steigende Inflation. Der Manager des Fortis Bond Euro Classic: "Auf Euro lautende Staatsanleihen dürften 2006 insgesamt schlechter laufen als im Vorjahr." Allerdings könnte der negative Effekt der Zinsanhebung durch eine starke Nachfrage nach lang laufenden Staatsanleihen abgemildert oder gar überkompensiert werden. Unter den zehn volumenstärksten Euro-Rentenfonds erzielte der Fortis Bond Euro Classic mit einem Wertzuwachs von 4,34 Prozent im vergangenen Jahr das beste Ergebnis. Mackel will in diesem Jahr verstärkt auf Unternehmensanleihen setzen, um eine schlechtere Entwicklung der Staatsanleihen auszugleichen. Für diese Papiere sei das Marktumfeld auf Grund positiver Rahmendaten weitaus günstiger.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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