Rentenfonds
Flexibles Bonds-Management zahlt sich aus

Der jüngste Zwölf-Monats-Vergleich global ausgerichteter Rentenfonds zeigt im Vergleich zu den Vormonaten wenig Veränderungen: An der Spitze liegen vor allem Produkte, die sich wie der Templeton Global Total Return und der Starcapital Bondvalue UI an keinem Vergleichsindex orientieren und ein hohes Engagement in Schwellenländern aufweisen.

HAMBURG. Der zusammen 25 Prozent des Portfolios ausmachende Anteil von Anleihen aus Brasilien, Indonesien und Malaysia hat dem Templeton-Fonds allein im Mai einen Wertzuwachs von 3,12 Prozent beschert.

Deutlich schlechter schnitten Fonds ab, die wie der Investec Global Bond oder der Baring International Bond auf US-Dollar lauten oder Index-bedingt größere Teile ihres Portfolios in den USA investieren. Beispiel DWS Inter-Renta: Das einst über neun Mrd. Euro schwere Flaggschiff des Branchenführers DWS findet sich mit einem zwischen Juni 2006 und Mai 2007 erwirtschafteten Minus von 0,93 Prozent nur im hinteren Mittelfeld. Neben den US-Anleihen (24 Prozent) belasteten dort auch der 14-prozentige Japan-Anteil und die vergleichsweise lange Restlaufzeit der enthaltenen Anleihen (6,4 Jahre).

Mit dem erst im April 2006 aufgelegten DWS Global Strategie (Renten) konnte die Deutsche-Bank-Tochter jedoch auf Anhieb an den Erfolg des nach einem ähnlichen Prinzip verwalteten DWS Euro Strategie (Renten) anknüpfen: Ein Zwölf-Monats-Plus von 6,18 Prozent katapultierte den Neuling auf Rang sieben seiner Vergleichsgruppe. "Wir haben das beim Euro-Strategie-Fonds verfolgte Konzept auf die globale Ebene übertragen", sagt DWS-Manager Ralf Schreyer. Konkret: Mindestens 70 Prozent des Fondsvermögens sind in europäischen Kernwährungen investiert, das Laufzeitenmanagement erfolgt extrem flexibel, und Anleihen aus Schwellenländern dienen als ertragssteigernde Beimischung. Dabei steht wie auch beim DWS Euro Strategie (Renten) die Verlustvermeidung im Mittelpunkt.

Aktuell agiert Schreyer vor allem an den europäischen Rentenmärkten nach wie vor sehr vorsichtig, die durchschnittliche Restlaufzeit seines Portfolios beträgt gerade einmal zwei Jahre. "Vermutlich gibt es im Herbst noch einmal einen Rückschlag, wenn positive Wachstumsprognosen für 2008 neue Inflationsängste aufkommen lassen", sagt er. Dann sei jedoch möglicherweise der Zeitpunkt gekommen, die Laufzeiten wieder etwas zu verlängern. Auf der Währungsseite sieht er die schwedische und die isländische Krone sowie die türkische Lira weiter positiv, während er beim Dollar vorerst noch auf leicht schwächere Kurse wettet. "Der Anteil unserer Short-Position ist in den vergangenen Monaten allerdings von 15 auf drei Prozent zurückgegangen", sagt Schreyer.

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