Rentenfondsmanager gewinnen mit längeren Bondlaufzeiten und Beimischungen
Profis erwarten keine Zinserhöhung

Die Manager von Rentenfonds für Euro-Anleihen mit kurzen Laufzeiten erwarten in den nächsten Monaten keine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Einige der besten Portfoliolenker in dieser Anlagegruppe haben auf Zwölfmonatssicht eine Wertentwicklung von rund drei Prozent erwirtschaftet.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. „Die Finanzminister Frankreichs und Deutschlands werden schon dafür sorgen, dass die EZB ihre Leitzinsen noch ein paar Monate unten hält“, meint etwa Detlef Kohlhase. Karsten Mergen hält eine weiter expansive Geldpolitik „wegen der schleppenden Konjunktur in Euroland“ für nötig. Deshalb werde die EZB erst Anfang kommenden Jahres die Zinszügel wieder straffen. Kohlhase verwaltet den Lux-Select, der mit einem Plus von 2,82 Prozent an sechster Stelle unter 90 Fonds für Euro-Kurzläufer rangiert. Mit einem Wertzuwachs von 3,20 Prozent liegt der Gerling Reserve Fonds auf Platz zwei. Mergen ist Mitglied des Rententeams bei Gerling-Investment.

Bei ihm „haben Anleger in der Vergangenheit von der steilen Zinskurve und den attraktiven Zusatzrenditen bei etwas länger laufenden Papieren profitiert“, meint Dieter Hein von der Fondsberatungsfirma Fund-Market in München. Beim Lux-Select könne das Management in geringem Umfang auch andere europäische Währungen berücksichtigen. „Das Management hat dies in der Vergangenheit sehr geschickt gemacht“, sagt Fondsanalyst Hein.

In Kohlhases Portfolio dominieren aktuell Pfandbriefe mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von zwei Jahren sowie variabel verzinste Anleihen, so genannte Floater. In Mergens Gerling Reserve Fonds entfallen rund zwei Drittel der Mittel auf Pfandbriefe und Bankschuldverschreibungen.

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