Rentenfondsmanager meiden Dollar-Anleihen
Skandinavische Bonds gelten als Favoriten

Angesichts erster Anzeichen einer Abschwächung der Konjunktur in den USA, dem Rekorddefizit in der amerikanischen Leistungsbilanz und einer ausufernden Staatsverschuldung meiden immer mehr Fondsmanager Dollar-Anleihen oder sichern ihre Bondbestände gegen Währungsverluste ab. Favoriten der Portfoliolenker sind die auf skandinavische Währungen lautenden Bonds.

HB FRANKFURT/M. So schaffte Karsten Mergen, Fondsmanager des Gerling Global Rentenfonds, einen Zwölfmonats-Wertgewinn von 4,43 Prozent. Damit erreicht der Fonds Rang sechs unter 195 international anlegenden Rentenfonds. Derzeit sieht der Währungsexperte den Euro gegenüber dem US-Dollar eher noch im Aufwind. Aus diesem Grund hat Mergen die Euro-Position auf gut 30 Prozent erhöht. „Doch mein Favorit“, so Mergen, „ist derzeit die Schwedische Krone, die mit über 16 Prozent im Fondsdepot vertreten ist“. Neuseeland steht bei Mergen ebenfalls noch hoch im Kurs. Nach Beobachtung von Feri-Fondsanalyst Ingo Klamroth achtet das Fondsmanagement auf eine hohe Qualität seiner im Fonds enthaltenen Wertpapiere.

In der Liste nimmt der BW-Renta-International-Universal von der BW-Bank mit 3,88 Prozent den neunten Rang ein. Auch BW-Berater Bernd Früh setzt unter anderem wegen der soliden Haushaltsführung der Regierungen auf schwedische, norwegische und kanadische Titel. „US-Papiere dagegen haben wir im Fondsportfolio mit 18 Prozent leicht untergewichtet und noch abgesichert“, erläutert Früh. „Denn den Konjunkturoptimismus für die USA halte ich für übertrieben.“

Fondsanalyst Klamroth bescheinigt dem Berater ein sehr aktives Währungsmanagement. „Eher konservativ ist Früh dagegen bei der Auswahl der Emittenten“, sagt er, „denn dieser lässt nur Titel bester Bonität im Fondsportfolio zu.“

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