Rentenfondsmanager sind sich uneins über die weitere Zinsentwicklung
Beimischung von Anleihen aus Osteuropa steigern Fondsrendite

Mit Euro-Hochzinsanleihen steuern einige Fondsmanager auf Erfolgskurs. In diese Papiere hat beispielsweise Mark Hamilton rund ein Drittel der Gelder des ACM Global Investments - European Income Opportunities Portfolio investiert. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 7,51 Prozent führt das Produkt der Axa-Tochter ACM International die Hitliste der europäischen Rentenfonds an.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist laut Frank Grehl von der zur Hypovereinsbank gehörenden Investmentgesellschaft Activest Osteuropa. „Viele Fonds, die nicht auf Osteuropatitel gesetzt oder die sich seit Jahresbeginn auf steigende Zinsen eingerichtet haben, sind jetzt weiter hinten auf der Rangliste zu finden“, beschreibt der Fondsmanager die Lage. Grehl rangiert mit einem Plus von 4,85 Prozent beim Activest Lux Global Portfolio EuropeanBond auf Rang sieben.

Rund 80 Prozent der Mittel liegen in Staatsanleihen, 20 Prozent stecken in Firmenpapieren. „Innerhalb Eurolands sind die Zinsdifferenzen gering. Dass ich jetzt mit gut 23 Prozent in Spanien investiert bin, liegt nur an den Renditeaufschlägen dortiger Jumbopfandbriefe“, sagt Grehl. Rund 12 Prozent machen osteuropäische Staatsanleihen etwa aus Polen, Kroatien und Bulgarien aus, die wegen des Emittentenrisikos höhere Erträge abwerfen. Allgemein werden nach Meinung von Grehl die Zinsen nicht nachhaltig steigen, denn der Konsum lahme und es drohe auf absehbare Zeit keine Inflationsgefahr.

Hamilton sieht das anders: „Unser Konjunkturteam rechnet mit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten basierend auf ihren Wachstumseinschätzungen. Das spiegelt sich in unserer Übergewichtung von Hochzinsanleihen wider.“ Seit einigen Monaten habe er ihnen 40 Prozent eingeräumt und der Markt habe sich sehr gut entwickelt.

Oliver Borgis, Leiter Portfoliomanagement Renten bei der Weberbank, vergleicht: „Während das ACM-Produkt breit über unterschiedliche Anlageformen streut, versucht der Activest-Fonds durch aktive Gewichtungen in der Laufzeitenstruktur seiner Anleihen eine Mehrrendite zu erzielen.“ Allerdings reagiere der Activest-Fonds mit einer durchschnittlich längeren Laufzeit seiner Anleihen von 6,2 Jahren stärker auf Zinsveränderungen als das ACM-Produkt mit 4,9 Jahren.

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