Rentenprodukte in europäischen Währungen versprechen 2009 Sicherheit
Top-Rentenfonds schlagen den Index

Das Rating der drei größten europäischen Rentenfonds fällt vergleichsweise schlecht aus. Denn die Produkte mit der höchsten Wertentwicklung verfügen über die Note C, ein nur durchschnittliches Urteil. Dabei bescherte der Gewinner in der Hitliste, der Allianz-Pimco-Europazins-Fonds, seinen Anteilseignern eine Wertentwicklung von knapp fünf Prozent in den vergangenen zwölf Monaten.

FRANKFURT. "Für ein gutes Rating ist neben der Performance auch das Risiko des jeweiligen Fonds ausschlaggebend", sagt Christian Michel, Leiter Research von Feri Eurorating. So schwankten die Jahresrenditen der Top-3-Rentenfonds von der Allianz, Union Investment und Blackrock allesamt um 7,5 Prozent.

Dafür konnten sie aber auch um 10,5 Prozentpunkte besser abschneiden als der Vergleichsindex. Und das war für den Großteil der Vermögensverwalter gar nicht so einfach: "Die hiesigen Staatsanleihen sind in den vergangenen zwölf Monaten sehr stark gelaufen", sagt Michel. "Fonds mit Unternehmensanleihen im Portfolio oder die verschiedene Laufzeiten ausnutzen wollten, hatten kaum eine Chance gegen die derzeit hohen Zinsen europäischer Staatsanleihen."

Seit der zweiten Jahreshälfte 2008 sinken die Renditen der festverzinslichen Staatspapiere allerdings. "Im dritten Quartal gaben die mittel- bis langfristigen Renditen nach, da die Investoren angesichts der globalen Finanz- und Vertrauenskrise in sicherere Anlagen umschichteten", sagt der Fondsmanager des Allianz-Pimco-Europazins-Fonds Ulrich Katz. "Die kurzfristigen Zinsen stiegen hingegen kräftig an, da sich die Liquiditätsknappheit am Interbanken-Geldmarkt verschärfte." Er stockte sein Portfolio im November 2008 noch einmal mit Staatsanleihen auf europäische Währungen auf. Leicht übergewichtet hat er derzeit Festverzinsliche aus Skandinavien: Dänemark, Norwegen und Schweden liegen mit im Korb.

Angesichts der schwachen Konjunktur in Europa und geringeren Inflationssorgen rechnet der Anleiheexperte von der Allianz künftig mit weiter fallenden Leitzinsen. Die Folge sind dann auch geringere laufende Auszahlungen der europäischen Staatsanleihen. "Bei forderungsbesicherten Wertpapieren mit hoher Bonität besteht jedoch dann wieder Aufholpotential, sobald sich die Risikobereitschaft der Anleger wieder normalisiert", sagt Katz.

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