Researchhaus Feri gibt „American Growth Fund“ für US-Wachstumstitel niedrigstes Rating
Analysten stufen großen Fidelity-Fonds herab

Das Analysehaus Feri Rating & Research hat einen Aktienfonds von Fidelity auf die schlechteste Bewertung herabgestuft. Der "American Growth Fund" für US-Wachstumstitel steht jetzt mit dem Rating "(E)" zu Buche, zwei Stufen unter der noch vor zwölf Monaten geltenden Durchschnittsnote "(C)".

ina FRANKFURT/M. "Die starken Mittelzuflüsse in den Fonds ab Anfang 2003 bereiten wohl Probleme bei der Anlage", sagt Feri-Analyst Christian Michel. Innerhalb eines Jahres sei das Fondsvermögen um fast zwei auf 2,7 Mrd. Euro nach oben geschnellt - aktuell liege es wieder unter einer Milliarde. Zu dieser Erklärung passt, dass laut eines Fidelity-Sprechers die Anlagegesellschaft im November 2003 die Werbung für den auf Nebenwerte ausgerichteten Fonds für US-Wachstumstitel einstellte.



Tabelle: Fondsrating-Absteiger (pdf-Format)



"Den anschließenden Börsenaufschwung hat der Fonds verschlafen", sagt Feri-Mann Michel. Laut Fidelity-Aktienanalyst Frederic de Merode wurde der Technologieanteil in den vergangenen Monaten fast halbiert und auf elf Prozent gesenkt, während die Quoten für Papiere aus den Bereichen Rohstoffe und Gesundheitswesen deutlich stiegen.



Tabelle: Fondsrating-Aufsteiger (pdf-Format)



Die Übersicht über Fonds mit markanten Rating-Veränderungen ist ein exklusiver monatlicher Service für die Handelsblatt-Leser. Sie bietet eine Aufzählung aller in Deutschland zugelassenen Produkte, bei denen sich die Bewertung im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (September 2005 bis September 2005) um mindestens zwei Klassen verändert hat.



Tabelle: Neue Fonds mit Rating (pdf-Format)



Ein zweiter Service ist die Beobachtungsliste, die Leser dieses Mal hier online abrufen können . Es handelt sich um eine Art Frühwarnsystem für mögliche künftige Bewertungsveränderungen. Die Bewertungen bieten Investoren Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe. Ratings von Fonds aus unterschiedlichen Anlagegruppen sind nicht vergleichbar. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit ein Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile, überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko aufweist.



Tabelle: Die Fondsrating-Watchlist (pdf-Format)



Zur Notengebung: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von "(A)" für sehr gut bis "(E)" für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 Prozent durch die Resultate der Risikoprüfung. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Ausrichtung. Zum anderen fließen die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse mit in die Bewertung ein. Für ein Rating kommen lediglich Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren.

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