Risiken steigen
Schwellenländer sind Favoriten

Experten halten das Wachstumspotenzial weiterhin für hoch. Investments gelten aber mittlerweile als riskant.

HB FRANKFURT. Mit Investitionen in Schwellenländer ließen sich in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Erträge erwirtschaften: Sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite waren die so genannten Emerging Markets attraktiver als viele entwickelte Märkte. Doch wie nachhaltig ist diese Entwicklung?

Nach den sehr guten Erträgen von Emerging-Markets-Aktien ist für die nächsten Monate eine vorsichtigere Haltung berechtigt. Trotzdem gibt es für ein Schwellenmarkt-Engagement einige langfristige Argumente. Diese aufstrebenden Märkte haben ein enormes Wachstumspotenzial, an das Industrienationen nicht heranreichen können. Das Wirtschaftswachstum dürfte in den nächsten Jahren weiterhin etwa doppelt so hoch sein wie in den entwickelten Märkten.

Dieses Wachstum wird insbesondere durch zwei Faktoren gefördert. Einerseits ist ein überproportionales Bevölkerungswachstum prognostiziert, sodass in den Schwellenländern mit einer wachsenden Anzahl von Arbeitskräften zu rechnen ist. Hinzu kommt andererseits ein steigendes Pro-Kopf-Einkommen, das den Lebensstandard in diesen Ländern anhebt. Somit ist für eine kräftige Inlandsnachfrage gesorgt.

Zusätzlich verbessern sich die wirtschaftlichen Rahmendaten dieser Regionen: Rohstoffe sind auf einem Höhenflug - insbesondere Ölexporteure wie Russland oder Venezuela profitieren von den hohen Preisen. Analog zu den Verbesserungen auf der Makroseite haben sich auch die unternehmensspezifischen Daten auf der Mikroebene stark verbessert. So waren Unternehmen in Emerging Markets in den letzten fünf Jahren bei rückläufiger Verschuldung gleichzeitig in der Lage, ihre Profitabilität deutlich zu steigern und global wettbewerbsfähig zu werden.

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