Risikobegrenzung
Degussa-Mischfonds fährt Aktienquote herunter

Mischfonds reagieren auf die starke Aktienbörse. Seit Oktober hat Anton Hanskötter, der Manager des Degussa-Bank-Universal-Rentenfonds den Aktienanteil deutlich auf aktuell elf Prozent heruntergefahren, um "nach einer Phase guter Wertentwicklung die Risiken zu reduzieren". Nach wie vor prominent im Portfolio vertreten sind Finanztitel wie Allianz und ING.

HAMBURG. Das Produkt gehört, obwohl es "Rentenfonds" heißt, in die Kategorie der Mischfonds, weil der Manager den Aktienanteil auf bis zu 25 Prozent hochfahren kann. In der jüngsten Auswertung von Feri Research belegte es den zweiten Rang unter 112 defensiven Mischfonds (s. Tabelle). Hasenkötter nennt als Ziel: "Wir wollen konservativen Anlegern eine höhere Rendite bieten als bei einem reinen Renten-Investment."

Eine ähnliche Philosophie verfolgt der Dit-Kapital Plus: Eine sichere, solide Anlage, garniert mit der langfristig überlegenen Rendite des Aktienmarkts - diese Idee stand Pate, als die heutige Allianz-Tochter Dit 1994 den Fonds auflegte. Ein wesentlicher Unterschied zum Degussa-Fonds: Die Aktienquote liegt fest bei 30 Prozent, wird also nicht der Marktsituation angepasst. Gekauft werden vor allem europäische Aktien und Rentenpapiere in heimischer Währung. Langfristig hat sich das Konzept bewährt: Käufer erzielten seit dem Start eine durchschnittliche Rendite von 7,74 Prozent. Ein Ergebnis, das sich im Spannungsfeld von Dax (9,09 Prozent) und Rex (6,14 Prozent) sehen lassen kann, denn es war mit geringen Schwankungen verbunden. Der Dax verlor in der Spitze bis zu 70 Prozent, der Dit-Fonds nur zwölf Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten erreichte der Fonds Rang sieben.

"In manchen Jahren holen wir unsere Performance am Aktienmarkt, in anderen am Rentenmarkt", sagt Thorsten Winkelmann, der den Dit-Fonds seit November 2005 betreut und zuvor als Ko-Manager fungierte. In den vergangenen zwölf Monaten gab insbesondere die Aktienseite Rückenwind. "Vor allem einige von uns gehaltene Minengesellschaften haben sich sehr gut entwickelt", sagt er und nennt als Beispiel Xstrata und Boliden aus Schweden. Er kauft am liebsten Aktien mit einem hohen Gewinnwachstum.

Fondsexperte Hauke Petersen bevorzugt aber Fonds mit flexibler Aktienquote. "Sie bietet die Chance, in Zeiten fallender Kurse die Risiken zu begrenzen", sagt der Mitinhaber der Investmentberatung Petersen & Lange in Hannover. Er empfiehlt neben dem Degussa-Fonds den Dit-Allianz Flexi-Rentenfonds. Er wird ebenfalls von Winkelmann gemanagt, hat aber ein flexibles Konzept und damit langfristig etwas besser abgeschnitten als der Dit-Kapital Plus.

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