Risikooptimierte Strategien bringen keine positive Wertentwicklung
Aktienfonds aus Euroland verlieren

Die Erwartungen der Investoren in die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sind hoch. Denn je tiefer die EZB den Leitzins festlegt, umso mehr sollen auch die Aktien des Währungsraumes profitieren.

FRANKFURT. Doch auch die expansive Geldpolitik konnte bis dato keine Trendwende an den europäischen Börsen bewirken. Und so stehen die Euroland-Aktienfonds im Februar 2009 wieder einmal im Minus: Durchschnittlich zehn Prozent verloren sie im allein im vergangenen Monat an Wert. Auf Jahressicht bescherten die Fonds ihren Anteilseignern sogar einen Verlust von rund 45 Prozent.

"Die anhaltend expansive Geldpolitik der EZB bleibt bei der Anlegerstimmung unberücksichtigt", sagt Dirk Enderlein von Allianz Global Investors (AGI). Der Aktienstratege zeichnet für gleich drei der Allianz-Euroland-Aktienfonds in der Feri-Hitliste verantwortlich. Alle drei Produkte verloren im vergangenen Februar rund sechs Prozent an Wert. Die abweichenden Wertentwicklungen der RCM-Euroland-Equity-Growth-Tranchen auf Platz vier und sieben der Fonds-Hitliste entstehen durch Währungseffekte und verschiedene Gebühren: "Ersterer ist in slowakischen Kronen aufgelegt und der zweite in der Liste wurde für institutionelle Investoren strukturiert", sagt Marc Savani von AGI. Das Portfolio haben die Euroland-Papiere von der Allianz aber gemeinsam. Und das kann erst wieder an Wert gewinnen, wenn auch die europäischen Börsen wieder steigen. "Doch selbst vereinzelt positive Nachrichten führen derzeit nicht zu steigenden Kursen", sagt der Fondsmanager Enderlein.

Ganz auf quantitativ-mathematische Methoden setzt der VMP-Euro-Blue-Systematic-Fonds (WKN: 256753). Sein Minimum-Varianz-Portfolio strebt ein möglichst geringes Aktienmarkt-Risiko an. Das Papier landete mit einem Zwölf-Monats-Verlust von rund 27 Prozent noch auf Platz eins der Fonds-Hitliste. "Unser Fonds zeigt sich robust und beweist schon während der gesamten Finanzmarktkrise seine große Stärke", sagt der Fondsmanager Michael Schoor. Immerhin konnte der Fonds den Vergleichsindex in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 18 Prozentpunkte schlagen.

Doch für ein Plus in den Depots der Anteilseigner reicht das nicht. Für das laufende Jahr ist Schoor dennoch optimistisch gestimmt: "In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres betrug die Outperformance bereits wieder rund sechs Prozent und das zeigt, dass unser risikooptimierter Ansatz in unsicheren Zeiten besonders erfolgreich sein kann."

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