Risikoscheu nimmt zu
Anleger ziehen Gelder aus Fonds ab

Eine große Risikoscheu bestimmt derzeit europaweit die Strategie der Anleger: Im ersten Halbjahr verbuchten die Fondsanbieter laut Lipper Feri im Anleihebereich Abflüsse von 23 Mrd. Euro - im Vorquartal war das Minus noch auf 4,3 Mrd. Euro begrenzt gewesen. Die Aktienfonds sind ebenfalls belastet.

ina FRANKFURT. Die Aktienfonds sind ebenfalls belastet, auch wenn die Bilanz positiv blieb. Auf diesem Feld akquirierten die Anbieter lediglich 23,5 Mrd. Euro netto an Geldern, nach 43,7 Mrd. Euro in der zweiten Hälfte des Vorjahres. Hier schlug insbesondere die von den chinesischen Börsen Mitte Mai ausgelöste Unsicherheit durch. Schlechte Stimmung herrschte vor allem unter den italienischen und deutschen Anlegern.

In der Absatz-Hitliste der Asset-Manager setzten sich drei Adressen mit zweistelligen Milliardenbeträgen an die Spitze, angeführt von der Société Générale mit 16,2 Mrd. Euro. In der Teilstatistik für die in mehreren Ländern angebotenen Produkte zeigen JP Morgan und UBS die besten Absatzzahlen. Insgesamt verwalten die einbezogenen 1 016 Häuser mit ihren 26 480 in Europa aufgelegten Investmentfonds ein Kapital von mehr als 5,5 Bill. Euro.

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