Robeco leidet unter steigenden US-Renditen
Fondsexperten erwarten stabile Euro-Zinsen

Mit einem Euro-Rentenfonds einen zweistelligen Wertzuwachs zu erzielen, das schaffte in den vergangenen zwölf Monaten nur ein Manager: Günther Schupp von der österreichischen Fondsgesellschaft Erste Sparinvest. Der von Schupp betreute Spängler Spar Trust M legt ausschließlich in österreichische Anleihen an.

HB HAMBURG.Ein breiteres Anlagespektrum nutzt der Zweitplatzierte dieser Kategorie, der UBAM Yield Curve Euro Bond der Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée. Dessen Manager Pascal Dargent investiert europaweit und setzt fast ausschließlich auf Anleihen höchster Bonität, die von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit der Bestnote „AAA“ eingestuft werden. Aufgrund des niedrigen Renditeniveaus bevorzugt Dargent derzeit Papiere mit einer Restlaufzeit von mehr als zehn Jahren, die eine höhere Verzinsung bieten. Das Kursrisiko hält er hier für gering: Angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone sei bis auf weiteres nicht mit steigenden Zinsen zu rechnen.

Mit dem Robeco US Bonds (EUR) findet sich am hinteren Ende der Tabelle ein Fonds, der nur bedingt in diese Kategorie gehört. Robeco-Manager Thomas Girard kauft nämlich ausschließlich US-Anleihen, sichert diese aber konsequent gegen Euro ab. Eine Politik, die Werner Hedrich, Leiter des Fonds-Researchs bei Morningstar Deutschland, zum jetzigen Zeitpunkt für wenig sinnvoll hält: „Zum einen dürften die US-Zinsen weiter steigen und zu Kursverlusten bei den Renten führen, zum anderen profitieren Anleger nicht von möglichen Währungsgewinnen.“ Für einen steigenden Dollar in den kommenden Monaten spreche, dass Anlagen in den USA attraktiver würden. Unter dem Strich hält Hedrich Euroland-Renten aber für die bessere Wahl.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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