Robeco mag Coca Cola, Fidelity setzt auf Japan
Fondsmanager warten auf Anlageerfolge

Die Fondsmanager zweier milliardenschwerer internationaler Portfolios krempelten ihre Depots um - warten aber bis heute auf Erfolge. Das gilt zunächst für Mark Glazener, der im September vergangenen Jahres den Robeco übernahm. Auch Richard C. Habermann als Verwalter des Fidelity Funds-International Fund kann bisher keine Erfolge seiner jüngsten Umschichtung vorweisen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Unter den zehn größten Fonds mit internationaler Ausrichtung bilden die beiden Produkte mit Zwölfmonats-Wertgewinnen von 23,30 % bzw. 18,78 % die Schlusslichter. Zum Vergleich: Die beiden an der Spitze liegenden Fonds der Deutsche-Bank-Tochter DWS schafften mit einer Wertentwicklung von jeweils rund 40 % etwa doppelt so viel. Lars Kolbe vom Bad Homburger Fondsresearch-Haus Feri Trust sieht beim „ohnehin schwächelnden“ Robeco der gleichnamigen niederländischen Gesellschaft sogar einen zuletzt „beschleunigten Abwärtstrend“.

Robeco-Mann Glazener hatte Jacob van Dujin abgelöst. Eine Folge der Restrukturierung: Aus dem Übergewicht bei Titeln von Unternehmen aus der Informationstechnologie ist mittlerweile ein Untergewicht geworden. Die frei werdenden Gelder investierte Glazener in nicht konjunktursensible Konsumwerte wie Coca Cola und Gillette. Zugekauft hat der Fondsmanager auch Royal Dutch, die „nach den Skandalen um die Bewertung der Ölreserven zu stark im Kurs gelitten haben“, und den Konkurrenten Total. In den USA hat Glazener den Versicherungswert American International zugekauft und seiner Ansicht nach damit den „Switch von Banken zu den großen Versicherungen mitgemacht“. Letztere, glaubt er, dürften von einem Zinsanstieg stärker profitieren als die Kreditinstitute.

Habermann von Fidelity erhöhte wegen der verbesserten Wirtschaftsaussichten zuletzt den Japan-Anteil im Portfolio von zehn auf 12,5 %. „Der derzeitige Kursaufschwung in Tokio ist stärker als frühere Erholungsphasen binnenwirtschaftlich orientiert“, begründet er sein aufgestocktes Japan-Engagement. In der Vergangenheit seien die recht kurzlebigen Kursrallys zumeist von den Exportwerten getragen worden. Zudem seien die Bewertungen - dies gelte für ganz Asien - attraktiv. Dagegen hat er den USA- und Großbritannien-Anteil leicht reduziert.

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