Robeco setzt auf Pharma-Standardwerte, Lacuna auf kleinere Gesellschaften
Fondsmanager mögen Biotech-Titel

„Die Biotechnologiebranche war und ist ein schwankungsintensives Segment, in dem es auf das Fingerspitzengefühl bei der Aktienauswahl ankommt.“ So bewertet Alice Segschneider, Head of Research der Fondsrating-Agentur Lipper, die Branche, die nach schweren Verlusten von 50 bis 70 % im Jahr 2002 damit begonnen hat, sich zu erholen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Als Entwicklungsmotoren für die Gewinnsituation der Unternehmen nennt sie die steigende Zahl an Produktneuzulassungen sowie den positiven Informationsfluss, der aus den traditionellen Fachkonferenzen im Herbst resultiere. Besonders kleinere und mittlere Biotech-Unternehmen sollten nach ihren Analysen in einem solchen Umfeld gute Chancen haben.

Das sieht auch die Anlageberaterin des DG Lux Lacuna APO BioTech, Nora Frey, so. Mit der Konzentration auf Gesellschaften aus dem medizinischen Bereich der Biotechnologie erwirtschaftete das Team um Frey ein Jahresergebnis von knapp 40 % per Ultimo September. Unter 103 Fonds mit Anlageschwerpunkt bei Pharma- und Biotech-Aktien liegt das Produkt damit auf Platz 4. Die Fondsberaterin setzt dabei auf Aktien, die entweder schon Präparate auf dem Markt haben oder in absehbarer Zeit mit einer Zulassungen rechnen können.

Boudewijn De Haan, Fondsmanager des Robeco Medical Biotech Equities, bevorzugt dagegen Standardwerte der Arzneimittelentwicklung, die ihm attraktiv erscheinen. „Durch die starke Finanzbasis sind die entsprechenden Konzerne in der Lage, gleichzeitig mehrere Produkte zu entwickeln. Außerdem können sie von Fusionen beziehungsweise Vereinbarungen mit kleineren Gesellschaften profitieren“, erläutert De Haan. Er ist jedoch auch davon überzeugt, dass die Bedeutung der Biotech-Branche wachsen wird, da klassischen Pharmaunternehmen durch den steigenden Wachstumsdruck zunehmend auf ihre Erkenntnisse angewiesen seien.

Angesichts der Enttäuschungen in den vergangenen vier Wochen zeigen sich weder der Robeco-Mann noch die Lacuna-Managerin nervös. Die Ursache sehen sie in den für die Branche typischen Marktschwankungen und Gewinnmitnahmen begründet. Frey erwartet sich darüber hinaus von den Fachkonferenzen der kommenden Wochen positive Signale. „Wir erwarten für dieses Jahr Resultate, die direkt oder indirekt Einfluss auf unsere Portfoliogesellschaften haben.“

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