Rohstoffe
Institutionelle kaufen sich bei Hedge-Fonds ein

Immer mehr Hedge-Fonds erkunden auf der Suche nach attraktiven Renditequellen neue, bisher wenig erschlossene Märkte. Dies ist die Erkenntnis aus den Referaten und Gesprächen der vom Bundesverband Alternative Investments (BAI) organisierten Konferenz „Super Hedge“.

FRANKFURT. Die Referenten zeigten interessante Investmentchancen für Hedge-Fonds in Rohstoffen und speziell in erneuerbaren Energien (Ethanol, Biodiesel, Biomasse) auf. Zudem sehen Experten große Chancen am Markt für CO2-Emissionszertifikate.

Ein Grund für das Interesse der teils aggressiven Investoren an diesen jungen Märkten liegt in den dort teilweise noch existierenden Ineffizienzen. An den traditionellen Aktien- und Anleihemärkten sind diese inzwischen weitgehend verschwunden, so dass sich die innovative Branche nach neuen Märkten umschaut.

Andreas Benz von der weltweit größten Hedge-Fonds-Firma Man Group wies am Rande der Konferenz im Gespräch mit dem Handelsblatt darauf hin, dass institutionelle Investoren in Europa den Hedge-Fonds-Anteil in den Portfolios aufstocken. Dies sei allerdings nicht etwa einer neuen Liebesbeziehung der Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen zuzuschreiben. Vielmehr sei der Hedge-Fonds-Anteil in den Portfolios, vor allem durch den zuletzt sehr starken Anstieg der Aktienkurse, unter eine von den Institutionen selbst festgesetzte Marke – in der Regel sind das fünf Prozent – gesunken. Daher sehe man sich jetzt gezwungen, die Positionen zu erhöhen.

Benz erwartet, dass seine noch junge Branche im Jahr 2006 in Deutschland einen starken Mittelzufluss verzeichnen wird. „Die Chancen auf bessere Anlageergebnisse der Hedge-Fonds sind gestiegen“, sagte Benz, der vor allem in direktionalen Strategien wie Global Macro (unbegrenzte Aktivitäten in allen existierenden Märkten) und Managed Futures (Terminbörsen-Investments) große Chancen sieht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%