Rückbesinnung auf wertorientierte Aktienanlage
Fondsmanager glauben an die Dividende

Aktien mit hoher Dividende werden auf absehbare Zeit überdurchschnittliche Renditen abwerfen. Allerdings dürften die Erträge sich nach den starken Jahren 2003 und 2004 wieder dem langfristigen Schnitt von acht bis zehn Prozent annähern. Das sagten die Manager der führenden dividendenstrategischen Fonds bei einer Diskussionsrunde des Handelsblatts auf der Anlegermesse Invest.

HB STUTTGART. „Die dividendenorientierte Aktienanlage ist keine Modeerscheinung und schon gar keine Blase“, sagte Sonja Schemmann von der Fondsgesellschaft DWS, deren Dividendenfonds binnen eines Jahres rund 20 Prozent Rendite erzielt haben (siehe „Die Fonds“). Gerade der langfristige Aspekt sei bei einer dividendenorientierten Strategie das Wesentliche. Berndt Maisch von der BW Asset Consult sagte: „Die Kurse der Dividendenzahler hinken zwar in ausgesprochenen Börsenboomphasen hinterher, doch in schwachen Zeiten halten sie auch besser stand.“ Maisch, dessen 1999 gegründeter Dividendenstrategie- Fonds der älteste in Deutschland ist, hat nach dem Platzen der Blase auch Verluste hinnehmen müssen. „Die Rendite ist nicht durchgehend positiv“, gab er zu. Dennoch: Seit 1999 hat sein Fonds trotz aller Turbulenzen 31 Prozent zugelegt. Der Euro-Stoxx 50 hat ebenso wie der Dax im gleichen Zeitraum 18 Prozent verloren.

Auch Jan Ehrhardt, dessen Fonds der Dr. Jens Ehrhardt Capital (DJE) von der Rendite mit denen der Kollegen in etwa gleichauf ist, sagte: „Über längere Zeiträume gesehen, haben Dividendenzahler die übrigen Aktien abgehängt.“

Mehrere Gründe listeten die Experten für den jüngsten Geldregen bei den Dividendenfonds auf: Die niedrigen Zinsen lassen die Titel im Vergleich zu Anleihen attraktiver erscheinen. „Staatsanleihen werfen nur noch vier Prozent ab, da erzielen Dividendenwerte fast schon das Gleiche. Dazu kommen die einbehaltenen Gewinne“, sagte Maisch. Ehrhardt nannte auch eine Rückbesinnung auf die wertorientierte Aktienanlage als Grund für die gestiegene Nachfrage und den Kursboom. Zudem sei die Rohstoffhausse den traditionellen Dividendenzahlern zugute gekommen. Die Ölwerte, Versorger und auch die Grundstoffindustrie haben von dem Boom besonders stark profitiert.

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