Rückschlage sind wahrscheinlich
Rohstoff-Fonds verbuchen hohe Kursgewinne

Der Januar war für Investments in Rohstoff-Aktien ein überaus guter Monat. „Die Kurse im Bereich Alternative Energien legten um stolze 32,7 Prozent zu, Stahlaktien um 20,9 Prozent, und selbst der eher unspektakuläre Agrar- und Forstsektor verbuchte ein Kursplus von 4,7 Prozent“, berichtet Michael Hallacker, Vorstand der VCH Group.

HAMBURG. Der Rohstoff-Fonds VCH Expert Natural Resources, der vom Münchener Vermögensverwalter Wolfgang Mayr betreut wird, liegt im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich mit einem Wertzuwachs von 94,54 Prozent auf Platz eins von 44 Rohstoff-Fonds (siehe Tabelle). Allein im Januar verbuchte der Fonds ein Plus von rund 15 Prozent.

Am stärksten habe der australische Uranförderer Paladin Resources mit einem Kurszuwachs von 73 Prozent zu dem Monatsergebnis beigetragen, sagt Hallacker. Er warnt jedoch vor allzu viel Euphorie: „Der Wertzuwachs von über 15 Prozent in einem Monat ist nicht die Regel und wird sich auch so nicht fortsetzen.“ Vielmehr stünden die Rohstoffpreise nach ihrem fulminanten Anstieg vor einer Konsolidierung. Mittel- bis langfristig werde sich der Aufwärtstrend im Rohstoffsektor aber fortsetzen. „Um das Risiko für die Anleger breiter zu streuen, investiert der Fonds breit über alle Teilbereiche des Segments Primäre Rohstoffe, unter anderem auch in die Bereiche Edelmetalle, Wasser-, Land- und Forstwirtschaft“, erläutert Hallacker.

Einen ähnlich breit gefassten Ansatz verfolgt Michael Keppler, Geschäftsführer der New Yorker Keppler Asset Management und Berater des Altis Global Resources der Luxemburger Vermögensverwaltung Grossbötzl, Schmitz, Lomparski & Partner. Keppler führt das Ergebnis des auf Rang drei liegenden Fonds unter anderem auf die hohe Gewichtung von Edelmetall- und Minenaktien zurück, die derzeit einen Anteil von 22,5 Prozent am Portfolio haben. Wie Hallacker geht er davon aus, dass Spitzenergebnisse wie im Januar vorerst nicht wieder erreicht werden, die Aussichten im Rohstoffsektor jedoch positiv bleiben. „Die Bewertung von Öltiteln liegt nach wie vor rund 30 Prozent niedriger als bei anderen Industriesektoren“, so Keppler. Zudem hätten Edelmetall-Aktien auf Grund der aktuellen Lage im Iran und der Nachfrage der asiatischen Notenbanken ebenfalls Potenzial.

Angesichts der guten Perspektiven dieses Sektors empfiehlt André Foldenauer die Beimischung eines Rohstoff-Fonds im Depot. Dabei hält der Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleisters Reinhardt & Foldenauer in Freiburg sowohl den VCH-Fonds als auch den Altis Global Resources. „Beide sind auf Grund ihres breiten Anlagespektrums flexibler als klassische Minen-, Energie- oder Wasserfonds“, so Foldenauer.

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