Rückstand zur Konkurrenz verkürzen
Deka versucht Neustart des Telemedien-Fonds

Veränderte Managementstruktur und eine bessere Einzeltitelauswahl sollen den Rückstand zur Konkurrenz verkürzen.

HB HAMBURG. Über den Telemedien-Fonds der Sparkassen-Tochter Deka etwas gutes zu sagen, ist nicht leicht. Vielleicht noch am ehesten, dass er bereits Ende 1996 aufgelegt wurde und Erstzeichnern bis Anfang 2000 ein Plus von mehr als 300 Prozent bescherte. Konkurrenten wie der DWS Telemedia kamen im gleichen Zeitraum jedoch auf fast 500 Prozent, und das Argument der Deka-Manager, stärker auf Risikokontrolle zu setzen, lief in den folgenden Jahren ins Leere: Zwischen März 2000 und März 2003 verloren beide Fonds exakt gleich viel, nämlich 77 Prozent.

Auch der jüngste Zwölf-Monats-Vergleich von 34 auf Unternehmen aus der Telekommunikations- und Medien-Branche spezialisierten Aktienfonds fällt für den Deka Telemedien wenig schmeichelhaft aus. Mit einem mageren Plus von 9,14 Prozent belegt das noch immer mehr als 1,1 Mrd. Euro verwaltende Schwergewicht lediglich den vorletzten Platz. Auch wenn der Vergleich mit mehr auf Technologiewerte spezialisierten Spitzenreitern wie dem SEB Concept Wireless irreführend ist, das Ergebnis des ähnlich strukturierten DWS Telemedia (plus 12,49 Prozent) wurde ebenso verfehlt wie der hausinterne Vergleichsindex, ein 50:50-Mix aus dem MSCI World Telecom und dem MSCI World Media.

„Mit den bisherigen Ergebnissen können wir nicht zufrieden sein“, gibt Michael Beyer-Enke unumwunden zu. Der Leiter des für die Bereiche Technologie, Telekommunikation und Medien zuständigen Deka-Research-Teams hat den Fonds Mitte Oktober formal übernommen. Zuvor hatte der neue Deka-Chef Thomas Neiße die bei Deutschlands zweitgrößter Investmentgesellschaft jahrelang praktizierte Trennung zwischen Management und Research aufgehoben. Ob diese Trennung zur schwachen Performance beigetragen hat, will Beyer-Enke nicht kommentieren: „Verantwortlich waren unter anderem Fehleinschätzungen im Mediensektor.“

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