Schadenersatz gefordert
Postbank-Fonds verklagt IKB

Der zur Postbank gehörende luxemburgische Fonds Deutsche Postbank Vermögens-Management- Gesellschaft S. A. hat vor dem Düsseldorfer Landgericht die in den vergangenen Monaten durch Fehlinvestments in Schieflage geratene IKB-Bank und ihren früheren Chef Stefan Ortseifen verklagt. Das bestätigt die Pressestelle des Landgerichts Düsseldorf gegenüber der Onlineausgabe der WirtschaftsWoche.

DÜSSELDORF. Es geht um Schadenersatz "wegen falscher Kapitalmarktinformationen", heißt es aus IKB-Kreisen. Die Postbank, die vor knapp zwei Jahren Aktien der IKB gekauft hatte, wirft der Mittelstandsbank vor, ihr die wahren Risikien aus den Investments der IKB im US-Hypothekenmarkt verschwiegen zu haben (Aktenzeichen 9069/09).

Die Mittelstandsbank hatte sich 2007 mit amerikanischen Verbriefungsrechten verspekuliert und musste vor allem von der staatlichen Förderbank KfW mit Milliarden gerettet werden. Im Herbst 2008 hatte der amerikanische Finanzinvestor Lone Star die Mehrheit für weniger als 150 Millionen Euro gekauft. Vergangene Woche hatte Lone Star in einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Sonderprüfung unter Protest der Kleinaktionäre mit der Mehrheit seiner Stimmen aufheben lassen. Mit der Sonderprüfung sollten Pflichtverletzungen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern bei den riskanten Verbriefungsgeschäften untersucht werden sollte.

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