Schadensbegrenzung
Amaranth stößt Energiewetten ab

Der in eine Schieflage geratene Hedge–Fonds Amaranth hat seine offenen Handelskontrakte auf dem Energiemarkt an andere Finanzinvestoren weitergereicht. Er hatte sich auf dem Gasmarkt verspekuliert und empfindliche Einbußen hinnehmen müssen. Die Finanzbranche rätselt immer noch über die Ursachen.

tor NEW YORK. Das geht aus einem Schreiben von Amaranth an seine Investoren hervor. Der Name der Käufer wurde nicht genannt. An der Wall Street wurden jedoch der Hedge-Fonds Citadel aus Chicago und die Großbank JP Morgan als Käufer gehandelt. Beide sind stark im Energiehandel tätig. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg soll die Citigroup daran interessiert sein, einen Anteil von Amaranth zu übernehmen.

Der Hedge-Fonds hatte sich auf dem Gasmarkt verspekuliert und einen Verlust von etwa 4,6 Mrd. Dollar gemeldet. Das entspricht etwa der Hälfte des verwalteten Vermögens. „Das zeigt, dass Hedge-Fonds ein riskantes Geschäft sind“, sagte Christopher Cox, Chairman der US-Börsenaufsicht SEC. Zu den Investoren in Amaranth gehören auch Dachfonds verschiedener Großbanken wie Morgan Stanley, Credit Suisse, Goldman Sachs und Deutsche Bank.

In New Yorker Finanzkreisen wird immer noch darüber gerätselt, warum das Risiko-Management bei Amaranth versagt und sich der Hedge-Fonds einem derart hohen Risiko auf dem volatilen Gasmarkt ausgesetzt hat. Eine Erklärung ist, dass Amaranth seine eigenen Wetten offenbar damit gestützt hat, dass der Fonds mit geliehenem Geld immer mehr gleichlaufende Terminkontrakte kaufte. Das hat möglicherweise den drohenden Einbruch der Gaspreise überdeckt. Amaranth hatte darauf spekuliert, dass die Gaspreise für die Wintersaison weiter ansteigen. Das Ausbleiben von großen Wirbelstürmen und die Voraussage eines milden Winters haben dem Hedge-Fonds jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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