Schlechte Performance 2007
Japans Nebenwerte weisen eine trübe Jahresbilanz auf

Schon allgemein haben japanische Fonds keine gute Performance, doch wenn man auf die Nebenwerte schaut, wird das Bild noch viel düsterer. Doch Manager von Parvest und DWS erwarten eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

HAMBURG. Der Blick auf Japan-Fonds bereitet Anlegern wahrlich keine Freude. Das gilt erst recht für Investoren, die einen Schwerpunkt auf Nebenwerte gesetzt haben: Standardwerte-Fonds lagen mit 17,27 Prozent in den roten Zahlen; noch trüber ist die Jahresbilanz der Nebenwertefonds mit einem Minus von 23,41 Prozent. Dies zeigt die Jahresauswertung von Feri Rating & Research (Tabelle).

Angesichts der schwachen Entwicklung reichte für den Parvest Japan Small Cap Hedged ein Minus von 16,13 Prozent für den Klassensieg in der Vergleichsgruppe. Fondsmanager Shunshuke Matsushima sieht noch keine Anzeichen dafür, dass sich die Marktlage in den kommenden Wochen spürbar verbessern könnte: "Es gibt aus Sicht der Investoren derzeit einfach zu wenig Argumente, die für den Kauf japanischer Aktien sprechen, sie weichen stattdessen lieber auf die Schwellenländerbörsen aus". Angesichts des Ausverkaufs am Markt sei es derzeit schwierig, nach Fundamentaldaten zu investieren. "Die massiven Verkäufe haben dazu geführt, dass beispielsweise das Bewertungsniveau nicht mehr als objektives Kaufkriterium geeignet ist", sagt Matsushima. Er rechnet erst ab der zweiten Jahreshälfte mit einer leichten Markterholung. "Bis dahin dürften lediglich kurze Erholungsphasen zu erwarten sein, die dann zu Verkäufen genutzt werden".

Auch Lilian Haag sieht Probleme. "Viele Unternehmen sind hervorragend aufgestellt und enttäuschen als Aktieninvestment dennoch", sagt die Managerin des zweitplatzierten DWS Japan Opportunities. Ein Beispiel dafür sei der Automobilhersteller Toyota: "Das Unternehmen ist weltweit überaus erfolgreich, doch der Markt honoriert dies keineswegs". Angesichts der Sorgen um die US-Wirtschaft stehe für viele Investoren eher im Vordergrund, ob die Unternehmen konjunkturunabhängig seien oder nicht.

Davon profitierten unter anderem Pharmawerte: "Nach fundamentalen Kriterien sind diese Unternehmen weniger attraktiv als beispielsweise Maschinenbauer, doch diese sind konjunkturanfälliger und werden daher derzeit gemieden", sagt Haag. Diesem Trend könne sie sich nicht entziehen, so dass sie auch im DWS Japan Opportunities verstärkt in defensive Bereiche wie Versorger umgeschichtet habe. Doch eindeutig mehr Potenzial böten die Zykliker: "Diese profitieren stark von der Nachfrage in den Schwellenländern Asiens."

Erst ab der zweiten Jahreshälfte geht die DWS-Managerin davon aus, wieder verstärkt nach ihrer Überzeugung investieren zu können: "Bis dahin sollte sich der Markt wieder stabilisiert haben, so dass die Fundamentaldaten der Unternehmen wieder in den Vordergrund rücken".

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