„Schutz der Anleger“,
Union Investment macht ABS-Invest dicht

Angesichts der Liquiditätskrise am Markt für Kreditverbriefungen nimmt Deutschlands drittgrößte deutsche Fondsgesellschaft Union Investment keine Anteile ihres Fonds ABS-Invest mehr zurück. Die Verbriefungen des Fonds basieren vor allem auf Krediten amerikanischer Unternehmen - Hypotheken bonitätsschwacher US-Hausbesitzer spielen nur eine Nebenrolle.

HB FRANKFURT. „Es geht um den Schutz der Anleger“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) den Union-Geschäftsführer Nikolaus Sillem zur Begründung. Anderenfalls wäre es zu Zwangsverkäufen von Positionen im Portfolio gekommen, deren Erlös weit unter dem angemessenen Wert gelegen hätte.

Betroffen seien 200 Großkunden, überwiegend Genossenschaftsbanken und Unternehmen. Die überwiegende Anzahl der betroffenen Anleger habe Verständnis gezeigt. Offen sei, wann Anteile des Fonds mit Schwerpunkt auf forderungsbesicherten Wertpapieren (Asset Backed Securities, ABS) wieder zurückgenommen würden.

Die großen Investmentbanken als wichtigste Handelspartner hätten keine Kurse mehr gestellt, sagte Sillem der Zeitung zufolge. Zudem seien im vergangenen Monat Fondsanteile im Volumen von 100 Mill. Euro zurückgegeben worden. Dies sei der höchste Abfluss aus dem Fonds in den sechs Jahren seines Bestehens gewesen. „Hätten wir nicht reagiert, hätten wir die Krise weiter verschärft“, zitierte das Blatt den Union-Geschäftsführer.

Im Portfolio des von der DZ-Bank vertriebenen Fonds seien 200 amerikanische Forderungsverbriefungen, die überwiegend auf Krediten amerikanischer Unternehmen basierten. Verbriefungen bonitätsschwacher amerikanischer Hypothekenanleihen (Subprime Mortgages) spielten mit einem Anteil von sechs Prozent eine untergeordnete Rolle.

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