Schutz von Aktionären
DSW verlangt von Fondsgesellschaften mehr Transparenz

Die Transparenz bei Fondsgesellschaften lässt nach Ansicht von Aktionärsschützern vielfach noch zu wünschen übrig.

dpa FRANKFURT/MAIN. „Es ist besser geworden, aber es muss noch besser werden“, sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jürgen Kurz, am Dienstag in Frankfurt.

Die DSW stellte dort eine Umfrage vor, die zeigen soll, wie es Fondsgesellschaften mit so genannter Corporate Governance halten. Von 31 befragten Fondsgesellschaften, die den deutschen Markt nach DSW- Angaben weitgehend unter sich aufteilen, zeigten sich zwar mehr als die Hälfte (57 Prozent) überzeugt, dass sich Unternehmensführung und -politik auf den Aktienkurs des Unternehmens auswirken.

Doch in der Praxis sehen die Aktionärsschützer fehlende Transparenz - gegenüber Aktionären ebenso wie intern zwischen Fondsmanager und Aufsichtsgremien. So gaben beispielsweise 47 Prozent der Fondsgesellschaften an, sie informierten ihre Anleger überhaupt nicht über ihr Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlungen. Gar 71 Prozent ließen wissen, der Fondsmanager teile dem Aufsichtsrat nicht mit, in welchen Fällen gegen Vorschläge der Verwaltung abgestimmt wurde.

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