Schwellenländer als Anlageziel
Die neuen Lieblinge von Mark Mobius

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Es geht nicht alleine um Kuwait oder Bahrain

Mit Stand September war Nigeria mit etwa elf Prozent im 2,3 Milliarden Dollar schweren Templeton Frontier Markets Fund vertreten, der in Luxemburg registriert ist, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Der Fonds hat in den vergangenen zwölf Monaten 12,8 Prozent Rendite erzielt und damit 95 Prozent der Konkurrenzangebote geschlagen. Den Index MSCI FM Frontier Markets schlug der Fond indessen nicht: Dieses Kursbarometer gewann zugleich 19 Prozent.

Nach dem Rückschlag an den Schwellenländer-Märkten im vergangenen Jahr sieht Mobius wieder Raum für Steigerungen. 2014 sei in den Schwellenmärkten wieder eine stärkere Entwicklung als bei den entwickelten Märkten zu erwarten, sagte er. Seine Fonds investierten über Nigeria hinaus auch in Vietnam, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kasachstan, Pakistan sowie in Bangladesch.

„Die Anleger beginnen jetzt zu verstehen, dass die Frontier Markets deutlich unterschiedlicher Natur sind“, sagte Mobius. Es gehe daher nicht alleine um Kuwait oder alleine um Bahrain. Es seien sehr viel mehr Länder, und ein Land wie Nigeria solle stärker gewichtet sein als einige dieser Länder am Persischen Golf.

Zu den Beteiligungen von Templeton in Nigeria zählen Unternehmen wie die größte Brauerei Nigerian Breweries und die Konkurrentin Guinness Nigeria. Beteiligt ist Templeton überdies an der im Lande tätigen Telefongesellschaft MTN mit Sitz in Johannesburg, und an der größten Bank des Landes nach Bilanzsumme, der Guaranty Trust Bank. Außerdem ist der Fonds an der Zenith Bank und an der FBN Holdings beteiligt.

Doch die Investments sind nicht ganz risikolos. Das weiß auch Mark Mobius, der seit Jahrzehnten in den Emerging Markets unterwegs ist. Gefahren für die Stabilität des Landes könnten von den bevorstehenden Wahlen ausgehen. Die Demokratische Volkspartei des Präsidenten Goodluck Jonathan ist seit dem Ende der Militärdiktatur im Jahre 1999 im Amt, muss aber, nachdem sich eine Reihe von Überläufern der stärksten Oppositionskoalition angeschlossen hat, beim nächsten Urnengang mit ihrer bislang größten Herausforderung rechnen. Die Chancen in Nigeria mögen also groß sein, die Gefahren sind es aber auch.

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Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse

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  • Möbius beste Zeiten sind vorbei!!
    Liebe Handelsblatt-Redaktion, da seit ihr aber einem sehr alten Hut aufgesessen!
    Die Zeiten, als Möbius noch was vom Geschäft verstand, sind wohl leider längst vorbei.
    Beispiele?
    Ich habe - leider von ihm gemanagt -
    Templeton Eastern Europe: 33,6% Verlust in den letzten 3 Jahren, 8,5% Verlust im letzen Jahr
    Templeton Asian Groth: 6,8% Verlust in den letzten 3 Jahren, 10,2% Verlust im letzten Jahr.
    Einzig Templeton Frontier Markets ist leicht im Plus - aber immer noch viel schlechter als der DAX.
    Von meinen rund 30 Titeln waren die von Möbius wirklich die schlechtesten, da muß man sich anstrengen, mithalten zu können. Eine Rally sieht anders aus!

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