Schwellenländer
Dachfonds nutzen verstärkt Indexanlagen

Der Top Ten Classic macht seinem Namen alle Ehre: Seit zwei Jahren gehört der Dachfonds der Kölner Oppenheim KAG regelmäßig zu den besten zehn Produkten seiner Kategorie, was den Wertzuwachs angeht. Ganz anders sieht es beim Nordea Fund of Funds Aggressive aus. Er ist auf den vorletzten Platz der Rangliste abgerutscht.

HAMBURG. Aktuell belegt der dynamische Dachfonds der Kölner Oppenheim KAG den Spitzenplatz in seiner Kategorie: Mit einem Plus von rund 16 Prozent ist sein Wertzuwachs auf Jahressicht fast doppelt so hoch wie der Gruppendurchschnitt.

"Das liegt vor allem am hohen Anteil an Schwellenländeraktien", sagt Fondsberater Max Zellhuber vom Finanzberaterverbund Top Ten. Seit Anfang 2007 war er fast durchgehend zu rund 95 Prozent in Aktien investiert. Einzige Ausnahme: Als die Märkte im März nach unten drehten, parkte Zellhuber fast das gesamte Vermögen auf dem Geldmarkt. Die regionale Aufteilung des Portfolios hat Zellhuber in den vergangenen Monaten kaum geändert. Es überwiegen Schwellenländer - vor allem China und Indien - mit rund 40 Prozent, gefolgt von Europa mit 35 Prozent. Dagegen sind die USA, die im Aktienindex MSCI Welt mehr als die Hälfte ausmachen, mit einem Anteil von fünf Prozent nur sporadisch vertreten.

Seine Heimatmärkte Deutschland und Europa deckt Zellhuber inzwischen über die börsennotierten Indexfonds I-Shares Dax und I-Shares DJ Euro Stoxx 50 ab. Bei den übrigen Regionen kauft er nach wie vor aktiv gemanagte Produkte wie den DWS India oder den Magellan von Comgest.

Völlig auf Schwellenländerfonds verzichtet der auf den vorletzten Platz der Rangliste abgerutschte Nordea Fund of Funds Aggressive. Dort hat Richard Ritschel Anfang Oktober seinen glücklosen Vorgänger Ferdinand Verweyen abgelöst und das Portfolio grundlegend umgestellt. Unter anderem hat er die Aktienquote von 44 auf 74 Prozent erhöht und dabei den US-Anteil von null auf rund 30 Prozent angehoben. Bei den Zielfonds nutzt Ritschel ebenfalls stark die kostengünstigen Indexfonds, die bei Verweyen nie ins Portfolio kamen. Dessen Strategie, erwartete Korrekturen mit Derivaten abzusichern, hatte sich vor allem im Frühsommer als Bumerang erwiesen; auf Sicht von zwölf Monaten verlor der Nordea Fund of Funds Aggressive 2,24 Prozent an Wert.

Ob der vollzogene Manager- und Strategiewechsel Früchte trägt, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Sollte Konkurrent Zellhuber Recht behalten, dürfte sich aber zumindest der höhere Aktienanteil positiv auswirken. Sein quantitatives Modell zeigt mindestens bis 2009 einen positiven Trend. Neben den Schwellenländern setzt Zellhuber weiterhin auf Deutschland, wo er in den kommenden sechs Monaten ein Plus von 10 Prozent am Aktienmarkt erwartet.

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