Schwerpunkt Europa
Offensive Dachfonds legen deutlich zu

Ein Großteil der Versicherer lagert das Management von Investmentfonds aus – und macht damit offenbar alles richtig. Die Allianz verweist die übrigen Dachfonds auf die Plätze, auch wenn dahinter eine Menge los ist. Berater setzen auf Aktien und bevorzugen Zielfonds mit Schwerpunkt Europa.

HAMBURG. Viele Versicherungsgesellschaften setzen in ihrem Vertrieb seit langem Investmentfonds ein, die sie entweder von einer eigenen Investment-Tochter oder von Dritten managen lassen. Nicht wenige dieser Produkte sind dabei außergewöhnlich erfolgreich. Dies zeigt der jüngste Zwölf-Monats-Vergleich von 56 dynamisch anlegenden Dachfonds.

An der Spitze liegen nicht nur zwei jedem Anleger zugängliche Dachfonds von Allianz Global Investors und Generali. Auf den weiteren Plätzen folgen mit dem für den Deutschen Ring aufgelegten RAM Dynamisch, dem Concordia Select Chance und dem Münchener Verein Universal Chance drei weitere Versicherungsfonds, die überwiegend im eigenen Kundenkreis vermarktet werden (siehe Tabelle).

Der auf Rang drei liegende, bei der DWS aufgelegte RAM Dynamisch wird von der österreichischen Investmentgesellschaft C-Quadrat beraten, die einen quantitativen Ansatz verfolgt. Anhand des von der Tochtergesellschaft Arts Asset Management entwickelten Trendfolgemodells überprüft Fondsberater Leo Willert wöchentlich die Zusammensetzung des Portfolios. „Entscheidend hierfür ist die Entwicklung des MSCI Weltindexes. Steigt er, erhöhen wir die Aktienquote, fällt er, wird sie reduziert“, fasst Willert zusammen. Derzeit liegt die Aktienquote bei 100 Prozent, wobei Europa mit einem Anteil von 27 Prozent gegenüber dem MSCI Welt übergewichtet ist.

Mit einem Wertzuwachs von 9,07 Prozent schneidet der für Kunden der Concordia Versicherungsgruppe aufgelegte Concordia Select Chance ähnlich erfolgreich ab wie der RAM Dynamisch. „Das gute Ergebnis geht unter anderem auf die mit 15 Prozent sehr hohe Gewichtung des Indexfonds Dax Ex von Indexchange zurück“, sagt Franz Haugg, der den Fonds gemeinsam mit Oliver Fischer managt. Wie Willert setzt das Duo der Münchener Privatbank Hauck & Aufhäuser mit einem Anteil von 35 Prozent bevorzugt auf europäische Aktien, insgesamt liegt die Aktienquote bei 80 Prozent.

Bei ihren Anlageentscheidungen orientieren sich Haugg und Fischer nicht an einem Trendfolgemodell, sondern an volkswirtschaftlichen Daten wie der Konjunkturentwicklung. Zu ihren Favoriten gehören unter anderem der Oyster European Opportunities und der Sarasin Multi Label New Energy. Diese beiden und fünf weitere der zehn größten Zielfonds im Portfolio zählen auch im Münchener Verein Universal Chance zu den Top-Positionen. Fünf davon sind sogar nahezu identisch gewichtet. Die Überschneidungen kommen nicht von ungefähr: Fischer und Haugg zeichnen auch für den bei der Universal Investment aufgelegten Fonds als Berater verantwortlich.

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