SEB Immoinvest errichtet für neuen Fonds Zugangsbeschränkungen
Barreserven drücken Immobilienfonds-Erträge

Mit ihrem Grundinvest-Fonds und dem auf US-Beteiligungen spezialisierten US-Grundinvest führt die unabhängige Gesellschaft Kanam den jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der offenen Immobilienfonds erneut an. Die Schlagzeilen in diesem Anlagesegment gehören jedoch einem Fonds, der bislang noch nicht in den Rankings der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Trust auftaucht: dem SEB Immoportfolio Target Return.

HB HAMBURG. Dieser neben dem SEB Immoinvest zweite Immobilienfonds der schwedischen SEB-Gruppe wurde erst Anfang Oktober 2004 in einen Publikumsfonds umgewandelt. Als Spezialfonds für institutionelle Anleger gibt es den aktuell 175 Mill. Euro schweren Newcomer jedoch bereits seit 2001, und die in dieser Zeit erwirtschafteten Erträge liegen deutlich über denen der Mitbewerber. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der SEB Target Return ein Plus von 7,27 Prozent.

Direkt vergleichen mit anderen offenen Immobilienfonds lässt sich der für institutionelle Anleger konzipierte SEB Target Return jedoch nicht. Zwar können den Fonds prinzipiell auch Privatanleger zeichnen. Die Mindestanlage beträgt aber 500 000 Euro. Zudem müssen sich Käufer verpflichten, ihr Geld über einen festen Zeitraum im Fonds zu belassen – andernfalls wird eine Rücknahmegebühr von drei Prozent fällig.

Mit diesen Beschränkungen will die Gesellschaft verhindern, dass zu hohe Mittelzuflüsse die Rendite verwässern. Ein Problem, das dem SEB Immoinvest wie auch anderen Konkurrentprodukten zunehmend zu schaffen macht: Da die frisch hereinströmenden Gelder nicht sofort in geeignete Immobilien investiert werden können, ist derzeit rund ein Drittel des Fondsvermögens zu mageren Geldmarktkonditionen angelegt. „Die im Portfolio enthaltenen Immobilien haben in den vergangenen zwölf Monaten rund sechs Prozent Rendite gebracht“, sagt SEB-Managerin Barbara Knoflach. Ausgewiesen werden nur 4,38 Prozent.

Ähnlich wie beim für neue Mittel vorübergehend geschlossenen Kanam Grundinvest ruft die SEB Immoinvest beim Target Return frische Gelder erst dann von den Investoren ab, wenn eine Immobilie zum Kauf ansteht. Derzeit sind im Portfolio acht Objekte aus Deutschland, Frankreich, Polen und den Niederlanden enthalten. Damit peilt Knoflach in den kommenden zwölf Monaten eine Rendite von sieben Prozent an. Den hohen Deutschland-Anteil (50 Prozent) erklärt sie mit antizyklischen Überlegungen.

Die SEB Immoinvest ist nicht die einzige Gesellschaft, die vermögenden Anlegern eine unverwässerte Rendite sichern will. Auch bei der Allianz-Tochter Degi gibt es Pläne, in Kürze einen dem SEB Target Return vergleichbaren Fonds zu platzieren. Details verrät das Management aber noch nicht. Beim Degi International sollen dagegen verstärkt außereuropäische Immobilien die Ertragslage verbessern: Im August wurde die Gesellschaft mit dem Kauf des Hyunday Swiss Tower in Seoul erstmals in Asien aktiv.

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