SEC wirft Fondsfirma unsaubere Handelspraktiken vor
Börsenaufsicht verklagt Fleet-Boston-Tochter

Die US-Börsenaufsicht SEC und der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer haben jetzt auch die Fleet Boston-Investmentfondstochter Columbia wegen unsauberer Handelspraktiken verklagt. Wenn die Klage erfolgreich ist, droht der Gesellschaft ein Verbot der Fondsverwaltung. Die Aufsichtsbehörden ermitteln inzwischen bei über 20 Investmentgesellschaften.

Bloomberg NEW YORK. Die SEC und Spitzer werfen Columbia vor, eine geheime Liste von Investoren geführt zu haben, denen häufiger Handel mit Fondsanteilen gestattet worden sei. Insgesamt soll Columbia im Gegenzug für Kapitalanlagen in anderen Fonds kurzfristige Handelsgeschäfte im Volumen von 2,5 Mrd. Dollar zugelassen haben, wie es in der Klageschrift der SEC heißt. Diese kurzfristigen Handelsgeschäfte (Market Timing) hätten anderen Investoren geschadet und verstießen gegen die Angaben in den Fondsprospekten.

Columbia ist bestrebt, mit der SEC einen Vergleich zu schließen. Fleet-Sprecher Charles Salman sagte weiter: „Die Rückerstattungen an die Aktionäre belaufen sich schätzungsweise auf 25 Millionen Dollar. Alle Personen, die in der SEC-Klage genannt werden und derzeit bei Columbia beschäftigt sind, wurden beurlaubt.“ Fleet wird von der Bank of America übernommen.“ Es ist das zweite Mal, dass die SEC ein Verbot für eine Fondsgesellschaft androht.

Quelle: Handelsblatt

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