Selbst rennomierte Stockpicker schaffen keine positive Rendite
US-Nebenwerte sind nicht krisenfest

Kleine und mittelständische US-Aktiengesellschaften leiden unter der Finanzkrise. Und es sind auch die Industriezulieferer und Konsumgüterhersteller, die die Krise derzeit trifft. Aktienfonds auf amerikanische Small- und Midcaps verloren in den vergangenen zwölf Monaten knapp ein Drittel ihres Wertes.

FRANKFURT. Seit mehr als 25 Jahren managen wir Aktien von Unternehmen mit geringer und hoher Marktkapitalisierung - noch nie standen die makroökonomischen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf das Tagesgeschäft von US-Unternehmen so stark im Mittelpunkt", sagt Jenny Jones von Schroders.

Sie managed unter anderem den Schroder-ISF-US-Small&Mid-Cap-Equity-Fonds und blickt optimistisch in die Zukunft. Ihr Fonds allerdings verlor in den vergangenen zwölf Monaten erst einmal rund 25 Prozent. "Wir erkennen zurzeit attraktive Anlagemöglichkeiten mit deutlichem Zuwachspotential in den kommenden zwei bis drei Jahren", sagt die Aktienexpertin.

Stockpickern mit Bottom-up-Strategie eröffneten sich nach dem Absturz der Märkte jetzt noch größere Chancen. Jones setzt auf Aktien aus dem Verbrauchsgüter- und aus dem Energiesektor. Sie will von der Krise profitieren: "Das US-Small&Mid-Cap-Portfoilio ist normalerweise in negativen Marktphasen besonders erfolgreich."

Die österreichsiche Fondsgesellschaft Gutmann profitierte in den vergangenen zwölf Monaten von der externen US-Expertise aus dem Hause Royce & Associates. Der Vermögensverwalter des US-Special-Equity ist Charlie Derifus, einer der renommiertesten amerikanischen Value-Manager. Er ist seit den 1970er Jahren ein Star der US-Börsenszene.

"Die beste Wertentwicklung erreichte Dreifus bis dato mit seinem Value-Ansatz gerade in den schlechten Börsenzeiten", sagt Mario Kmenta, Vertriebsvorstand von Gutmann. Sein Aktienfonds allerdings verlor bis zum Februar 2009 knapp 19 Prozent. Er landete damit trotzdem noch auf Platz zwei in der Feri-Hitliste.

"Bis in den August 2008 lag das Portfolio auch noch im Plus, aber im Herbst des vergangenen Jahres hatte es keine Chance", sagt Kmenta. Dabei setzt der Aktienstratege Dreifus traditionell auf Aktien von Familienunternehmen mit geringem Fremdkapital-Anteil und hoher Dividendenrendite.

Einen Teilerfolg verbuchte er zuletzt dennoch: Bei der Aktie von National Presto Industries nahm er jetzt Gewinn mit.

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