Sicherheitsorientierung beliebt Aktienfonds stabilisieren sich

Gute Zeiten, schlechte Zeiten bei Aktienfonds: Der starke Rückgang von beteiligungen ist vorerst gestoppt, allerdings sehen Experten darin keine Trendwende. Beruhigt zeigt sich darüber hinaus auch der Markt bei den Geldmarktfonds.

ina FRANKFURT. Im April zogen deutsche Anleger aus Aktienfonds Mittel in Höhe von netto 0,5 Mrd. Euro ab. Demnach wurde der Rückzug aus diesen Produkten, der seinen vorläufigen Höhepunkt im Vormonat mit Verkäufen von 3,7 Mrd. Euro gefunden hatte, stark gebremst. Das meldet der deutsche Fondsverband BVI.

Einen Trendwechsel zum Besseren sieht Ralf Lochmüller, Geschäftsführer beim Fondsanbieter Lupus Alpha, allerdings nicht. Auch Diana Mackay, Leiterin des Londoner Datenanbieters Feri FMI, hält die deutsche und europäische Absatzsituation bei Aktienfonds weiterhin für anfällig. Die hiesigen Anleger zogen sich ebenfalls aus Rentenfonds zurück. Auch hier lagen die Rückgaben mit knapp 0,9 Mrd. Euro unter den Vormonatsabzügen von 1,3 Mrd. Euro.

Anders sieht es erneut bei den sicheren Geldmarktfonds aus. Ihnen flossen zwei Mrd. Euro an frischem Kapital zu. Aber auch hier beruhigt sich die Bewegung. Im März hatten die Geldmarktprodukte noch doppelt so viel Geld eingesammelt. Gut nachgefragt werden weiterhin auch spezielle Rentenfonds mit Steueroptimierung und Zertifikatefonds. Das Plus bei diesen Produktgruppen im Zusammenspiel mit den geminderten Abzügen bei Aktien- und Rentenportfolios schlug sich in einer positiven Gesamtbilanz für alle Publikumsfonds nieder: Den auf Privatanleger zugeschnittenen Produkten flossen 3,4 Mrd. Euro zu, nach 1,4 Mrd. Euro im März.

In der Anbieterstatistik für April führt die Deka vor Union Investment, gefolgt von Axa und der DWS. Insgesamt verwalten die Publikumsfonds derzeit 721 Mrd. Euro, die auf institutionelle Investoren zielenden Spezialfonds 691 Mrd. Euro.

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