Skeptischer Union-Manager
Bei den Aktien-Dachfonds liegen Leichtgewichte vorn

Bei den ausschließlich in Aktienfonds investierenden Dachfonds machen nach wie vor die Portfolios mit kleinerem Volumen das Rennen: Auf den ersten vier Plätzen finden sich im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri ausschließlich Fonds, die weniger als zehn Mill. Euro verwalten.

HAMBURG. Erst auf Rang sieben folgt mit dem UniPowerPortfolio der erste Fonds mit einem Volumen von mehr als 50 Mill. Euro (Tabelle).

Gleichwohl ist dies nur ein Bruchteil der Summe, die das vermeintliche, zunächst überwiegend in Technologie- und Neue-Märkte-Fonds investierte Kraftpaket der Union Investment kurz nach der Auflage im Juli 2000 verwaltete. Knapp 85 Prozent der von den Anlegern eingezahlten Millionen gingen jedoch bis Herbst 2002 durch Investitionen in ausschließlich hauseigene Internet- und Neue-Märkte-Fonds verloren.

Im Juni 2003 bekam der UniPowerPortfolio dann mit Robert Heinisch einen neuen Manager und kurz darauf auch ein neues, flexibleres Konzept: Die Beschränkung auf aggressiv gemanagte Wachstumsfonds fiel weg, zudem darf Heinisch seitdem bis zu 25 Prozent des Vermögens als Barreserve und 40 Prozent in nicht von der Union Investment aufgelegten Fremdfonds halten. Damit gleicht die Struktur mittlerweile stark der des ebenfalls von Heinisch verwalteten UniSelection Global auf Rang acht, für den die entsprechenden Obergrenzen bei 49 beziehungsweise 100 Prozent liegen.

Das gute Abschneiden in den vergangenen Monaten führt der Union-Manager in erster Linie auf seine relativ hohe Gewichtung von Schwellenländer-, Japan- und Goldminenfonds zurück, während US-Fonds teilweise mit weniger als 20 Prozent berücksichtigt waren. Den Minenfonds Merrill Lynch World Gold hat Heinisch allerdings mittlerweile komplett verkauft, und auch in den meisten anderen Märkten hat er Ende November einen Teil der erzielten Gewinne glatt gestellt. "Derzeit ist einfach zu viel Zuversicht im Markt", begründet Heinisch seine Vorsicht und sieht in den kommenden Wochen nur wenig Chancen auf eine Jahresschluss-Rally.

Mit dem Problem, im falschen Moment zu vorsichtig gewesen zu sein, kämpft derzeit Olaf Eick. -Johannes Der Berater des auf Rang 119 abgerutschten Multi Invest OP agiert nach einem mathematischen Handelsmodell und stockte die Barreserve seines Fonds im April und im Oktober kurzfristig auf jeweils über 80 Prozent auf. Als die Börsen dann aber nach einem kurzen Abschwung beide Male kurzfristig wieder anzogen, hatte Eick das Nachsehen. Seit Anfang November gibt sich der in der Schweiz ansässige Vermögensverwalter, der mit seinem Programm 46 Länder- und Branchenindizes abdeckt, jedoch wieder zuversichtlich: "Mit Ausnahme von Thailand stehen die Signale im Augenblick überall auf Grün."

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