Smart Trader’s: Juni 2005
Anleger richten Fokus auf Garantiezertifikate

Der Sommer hat nun richtig Einzug gehalten und die großen europäischen Indizes haben ihre, im Mai begonnene Sommerrally fortgesetzt. Nahezu kontinuierlich verbesserte sich der Deutsche Aktienindex (Dax) um knapp 9 Prozent. Diese Entwicklung geht natürlich mit einer geringen Schwankungsintensität einher.

FRANKFURT. Ausgedrückt wird diese Größe durch den Volatilitätsindex. Dieser steht immer noch auf einem Neun-Jahres-Tief, bei circa. 11 Prozent. Das hat mehrere Auswirkungen:

Zum Einen bedeutet dies, dass die Plain Vanilla Optionsscheine relativ günstig bewertet sind. Bei einem Anstieg der Volatilität und einer geeigneten Auswahl von Strike und Laufzeit, kann hier eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt erzielt werden.

Zum anderen aber heißt es, dass derzeit kaum attraktive Risiko-Niveaus, bzw. Rabatte auf Basiswerte über Discountzertifikate zu erwerben sind. Nicht desto trotz wurden im vergangenen Monat Anlageprodukte auf dem Frankfurter Parkett verstärkt umgesetzt.

Der Fokus der Anleger im Frankfurter Börsensegment Smart Trading lag allerdings bei den Garantiezertifikaten. Diese Zertifikate sind das optimale Produkt für konservative Anleger, welche zwar langfristig optimistisch für einen Markt gestimmt sind, aber dennoch das Verlustrisiko minimieren wollen. Bei Fälligkeit erhält der Anleger einen vorher feststehenden Rückzahlungsbetrag garantiert. Wohlgemerkt, nur bei Fälligkeit.

Zum "Parken" über die Urlaubszeit sind sicherlich andere Produkte effizienter einsetzbar. Positionen, von Investoren deren Markterwartung gerade aufgeht, können durch den Einsatz von Stop-Loss-Limiten abgesichert werden.

Für Umsätze in Knock-Out-Produkten sorgten die erratischen Kursauschläge im Bund Future. In diesem Markt war der Einsatz von Stop-Loss-Limiten unabdingbar. Produkte, sowohl auf der Long als auch auf der Short-Seite wurden ausgeknockt, nachdem der Bund Future im Juni zunächst auf ein neues Hoch von knapp 123,7 Prozent gestiegen ist, anschliessend auf unter 121,3 absackte, um dann wieder auf die alten Hochs zu steigen. Dies hat bei den Emittenten für Neuemissions-Tätigkeit gesorgt.

Interessant, was den Gesamtmarkt betrifft, ist die Feststellung, dass für einen Sommermonat relative hohe Umsätze auf dem Frankfurter Parkett zu verzeichnen sind. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist bei den Anlageprodukten eine Steigerung von 142 Prozent und bei den Hebelprodukten von 58 Prozent zu verzeichnen gewesen.

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