Sommerakademie Geldanlage
So finden Sie die richtigen Fonds

Mit den richtigen Fonds kann man auch in schwierigen Börsenzeiten Erträge erzielen, zumindest aber das Verlustrisiko im Rahmen halten. Hier die wichtigsten Tipps zu Misch-, Aktien- und Anleihefonds.
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FrankfurtPlatzen der US-Immobilienblase, Pleite der Bank Lehman, Finanzkrise, Schuldenkrise in Europa - für die Finanzmärkte waren die vergangenen zehn Jahre extrem bewegt. Unterm Strich bleibt Anlegern nach gravierenden Ausschlägen, vor allem an den Aktienbörsen, allerhöchstens ein kleines Plus pro Jahr.

Wem das Auf und Ab zu nervenaufreibend ist, wer aber dennoch auf die Kern-Anlageklassen Aktien und Anleihen setzen möchte, kann sich mit Investment-Fonds eine Chance auf mehr Ruhe im Depot erkaufen. Denn ein breit anlegender Fonds puffert Ausschläge einzelner Wertpapiere ab.

Allerdings muss der Anleger einen Fonds finden, der dies bietet. Entscheidend für den Erfolg einer Geldanlage ist die Struktur der Investments. Sie verantwortet bei Fonds 90 Prozent der Rendite, wie Experten von Ibbotson, Tochter des US-Fondsanalysehauses Morningstar, herausgefunden haben.

Dazu gehört, dass Fondsmanager regelmäßig wenig aussichtsreiche Wertpapiere gegen attraktivere austauschen. Dies kann den Ertrag eines Fonds erhöhen und das Verlustrisiko verringern. Schaut man auf die vergangenen zehn Jahre, haben die besten Manager weltweit anlegender Aktienfonds bis zu zehn Prozent Plus im Jahr erzielt - das ist rund dreimal so viel wie der wichtigste Börsenindex MSCI World vorweist.

Bei weltweit anlegenden Anleihefonds und aus verschiedenen Papieren gemischten Fonds erreichten Spitzenmanager mit rund acht Prozent im Jahr doppelt so viel wie die Vergleichsindizes. Ein Wermutstropfen für Anleger ist aber, dass nur wenige Fondsmanager längerfristig mit guten Erträgen überzeugen.

Kommentare zu " Sommerakademie Geldanlage: So finden Sie die richtigen Fonds"

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  • Investieren Sie in den neuen Griechenlandfonds, der gestern aufgelegt wurde. Er hat die WKN GREXIA00.
    Das Land steht vor einem rapiden Anstieg seiner monetären Wertigkeit. In nur wenigen Jahren könnten Sie 3.500 % Wertsteigerung realisieren - soviel wie mit keiner konservativen Anlage!

  • 1. für einen ETF fände ich die Bezeichnung "passiv gemanagter Fonds" besser, als "passives Investment".

    2. bei ETFs sollte dringent zwischen "voll repliziertend" und "nicht voll replizierend" bzw. "syntetisch" unterschieden werden. Voll replizierende ETFs ändern sich nur, wenn die der Index ändert. Bei syntetzischen Fonds liefert der Anleger den Banken das Geld zum spekuieren. Hier wird lediglich vom Emittenten versprochen, dass der Wert eines Anteils jederzeit dem Wert des Index entspricht. Es ist also durchaus möglich, dass ein Anleger sich mit einem DAX-ETF Japanische Aktien sowie einen Satz Wetten einkauft, deren gesamtwert genauso schwankt, wie der DAX.

  • Für Kleinanleger, die nicht die Mittel haben einen ganzen Index abzubilden (bzw. zu diversifizieren) sind Fonds doch perfekt, man muss nur wissen welche.

    Investiert in EFT's auf den DAX oder den MSCI World oder sonstige Indizes (für konservative auch SMI). So gut wie kein Ausgabeaufschlag und geringes TER. Darauf achten, dass er physisch repliziert und NICHT Swap-basierend ist (ausser MSCI World, der ist einfach nicht rein physisch abbildbar). Zudem sollte man nur thesaurierende ETF's wählen um den Zinsenszins der Dividenden mitzunehmen. Das tolle ist, dass es möglich ist mittels Wertpapiersparplan monatlich zu investieren. Bei einer langfristigen Dividendenzahlung von 4-6% p.a. auf REALWERTE kann man so über die Jahre schön was sparen. Für mich besser als jedes Sparbuch bzw. private Rente die nur auf dem Papier besteht.
    Einziges Manko ist das Securities Lending. Habe bis jetzt noch keinen ETF gefunden der darauf verzichtet.

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