Sondereffekte sichern Manager-Renditen
Objektverkäufe beflügeln offene Immobilienfonds

Um beeindruckende 15,26 Prozent legte der von der Deutsche-Bank-Tochter RREEF verwaltete Grundbesitz Europa seit Dezember 2006 zu. Auch der zweitbeste offene Immobilienfonds der vergangenen zwölf Monate, der Uni Immo Deutschland von Union Investment Real Estate, weist mit 8,56 Prozent ein überdurchschnittliches Ergebnis auf.

HAMBURG. Die für ihre Kategorie unüblich hohen Zuwächse verdanken die beiden Spitzenreiter vorwiegend Sondereffekten. So veräußerte RREEF Ende 2006 ein Paket von 68 deutschen Immobilien, was das Ergebnis nach wie vor positiv beeinflusst. Ähnlich verlief die Entwicklung beim Uni Immo Deutschland. Dessen Manager hatten im Frühjahr 2007 ebenfalls ein umfangreiches Immobilienportfolio im Wert von rund 1,8 Mrd. Euro verkauft.

Auf einen mit 8,37 Prozent annähernd so hohen Wertzuwachs wie der ehemalige Difa Nr. 1 kommt der UBS (D) Euroinvest Immobilien. Dort geht das Ergebnis nach Auskunft von Tilman Hickl aber nicht auf große Paketverkäufe zurück. Die größte Transaktion im Frühjahr 2007 habe ein vergleichsweise geringes Volumen von 221 Mill. Euro, sagt der Geschäftsführer der in München beheimateten UBS Real Estate. Hickl begründet das gute Abschneiden besonders mit der erfreulichen Entwicklung französischer Immobilien, die mit 37,4 Prozent den größten Anteil am Portfolio haben. An der Vorliebe für diesen Markt will das UBS-Team vorerst festhalten, auch die Benelux-Staaten und die nordischen Länder hält Hickl in diesem Jahr für besonders aussichtsreich. Anders als RREEF und Union Investment investiert der UBS-Fonds dabei nur in Büroimmobilien.

Beim viertplatzierten Hausinvest Europa von Commerz Grundbesitz setzt Mario Schüttauf mit einem Drittel des Portfolios auf andere Nutzungsarten, zum Beispiel Handel. Mit diesem Mix und auch dank des Verkaufs von rund 40 Immobilien im Jahr 2006 (Volumen: 1,7 Mrd. Euro) war auch dieser Fonds unter den besten.

Detlef Glow von der Fondsratingagentur Lipper zieht sowohl den Hausinvest Europa als auch den UBS (D) Euroinvest Immobilien den beiden Spitzenreitern vor: "Betrachtet man die jeweils stärksten Verluste über den Zeitraum von drei Jahren, schneiden beide Fonds deutlich besser ab." Auch die Schwankungsbreite sei bei diesen Fonds geringer als bei den Konkurrenten. Wer bei der UBS einsteigen will, muss allerdings Geduld mitbringen: Der Fonds ist bereits seit Frühjahr 2006 für Neuanleger geschlossen. Bei der Wiedereröffnung im ersten Quartal dieses Jahres kommen zudem erst Anleger zum Zug, die bereits auf einer Warteliste stehen.

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