Sowohl Fortis als auch KBC überzeugen mit einem flexiblen Investmentstil
Rentenfondsmanager stocken Dollarbestände auf

Unter den insgesamt 186 weltweit anlegenden Rentenfonds mit deutscher Vertriebszulassung ragen derzeit zwei belgische Angebote heraus.

HB HAMBURG. Der Fortis Bond Currencies High Yield von Fortis Investments erzielte in den vergangenen zwölf Monaten einen Wertzuwachs von 16,31 Prozent. Der KBC Bonds High Interest der Kreditbank kommt auf 15,78 Prozent. Das ist mehr als doppelt so viel, wie im gleichen Zeitraum mit den im Citigroup-World-Government-Bond-Index vertretenen Staatsanleihen zu erzielen war (siehe Tabelle).

Der durch das Wörtchen "High" vermittelte Eindruck, die verantwortlichen Manager Michel Aubenas und Karel de Cuyper hätten ihr Spitzenergebnis vor allem mit riskanten Hochzinsanleihen niederer Bonität erzielt, täuscht allerdings. Im Fortis-Fonds sind mehr als 80 Prozent der enthaltenen Papiere mit den Ratings "AAA", "AA" oder "A" bewertet, was für eine sehr gute Bonität steht. Weitere 15 Prozent tragen die vierthöchste Rating-Note "BAA". Im KBC Bonds High Interest liegt der Anteil der mit mindestens einem "A"-Rating versehenen Anleihen sogar bei 92 Prozent.

Sowohl Aubenas als auch de Cuyper versuchen, durch ein flexibles Laufzeiten- und Währungsmanagement ein besseres Ergebnis zu erzielen als mit auf Euro lautenden Staatsanleihen. Beim Fortis Bond Currencies High Yield standen dabei in den vergangenen Monaten unter anderem Titel aus Kanada, Australien, Mexiko und Brasilien im Vordergrund.

Einen positiven Performance-Beitrag brachte auch eine Wette gegen den japanischen Yen, den Aubenas auch weiterhin im Abwärtstrend sieht. Seine US-Dollar-Position hat der Fortis-Manager dagegen in den vergangenen Wochen wieder auf aktuell sechs Prozent erhöht.

Deutlich positiver gestimmt für US-amerikanische Papiere gibt sich seit einiger Zeit auch KBC-Manager de Cuyper. Der Anteil der US-Papiere im Portfolio ist von nahezu Null auf mittlerweile zwölf Prozent gestiegen: "Der Renditeabstand zu deutschen Bundesanleihen ist mittlerweile sehr interessant, und der US-Dollar dürfte vor diesem Hintergrund vorerst stark bleiben", lautet das Argument de Cuypers.

Insgesamt rechnet de Cuyper in den kommenden Monaten allerdings mit eher schwierigen Märkten. Deshalb hat er seine Bestände von Titeln aus Regionen, die mit besonderen Risiken behaftet sind, deutlich reduziert - auch wenn sie teilweise gute Ratings aufweisen. Als Beispiel für solche Märkte nennt de Cuyper Osteuropa, Mexiko oder auch Südafrika. Für weiter aussichtsreich hält er allerdings die norwegische Krone, die im KBC Bonds High Interest aktuell mit sieben Prozent vertreten ist, sowie die türkische Lira (fünf Prozent).

"Wer einen flexiblen, an keinem Index orientierten Rentenfonds haben möchte, bekommt dafür sowohl von Fortis als auch von KBC ein sehr gutes Angebot", urteilt Tim Geisler. Der geschäftsführende Gesellschafter des Fonds-Zentrums Nürnberg hält mittlerweile zwar viele Anleihemärkte für überbewertet, zieht allerdings Parallelen zu den Aktienmärkten: "Es wird immer Manager geben, die auch in einer Abwärtsbewegung akzeptable Ergebnisse erzielen."

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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