Sparkassenfinanzgruppe
Deka buhlt um Profi-Investoren

Die Deka hat die 100-Milliarden-Euro-Grenze im Blick. Sie soll in den nächsten drei Jahre geknackt werden, sagte Deka-Manager Klaus-Dieter Böhme. Nun buhlt der Fondsdienstleiter um Profi-Investoren.
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FrankfurtDie Deka will das Geschäft mit Profi-Investoren in den kommenden Jahren kräftig ausbauen. Der Fondsdienstleiter der Sparkassen, der derzeit rund 85 Milliarden Euro für institutionelle Investoren betreut, wolle in diesem Bereich künftig pro Jahr um sechs bis sieben Milliarden Euro zulegen, sagte der zuständige Deka-Manager Klaus-Dieter Böhme am Montag in Frankfurt. „Wir wollen die 100-Milliarden-Euro-Grenze in den nächsten drei Jahren knacken.“ Langfristig soll der Marktanteil der Deka im Spezialfondsgeschäft, der derzeit bei 6,1 Prozent liegt, auf rund zehn Prozent steigen.

Da viele Privatanleger seit der Finanzkrise einen großen Bogen um Fondsprodukte machen, haben institutionelle Kunden für die Deka in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Großteil der Gelder kam dabei bisher von den Sparkassen und anderen Instituten aus der öffentlich-rechtlichen Finanzgruppe. Da das Wachstum in diesem Bereich begrenzt ist, will das Frankfurter Institut künftig aber verstärkt außerhalb der Sparkassen-Gruppe um Kunden buhlen - unter anderem um kleine und mittelgroße Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen. Zudem will die Deka bei deutschen Mittelständlern mit Produkten zur betrieblichen Altersvorsorge punkten.

„Das Wachstum für uns wird künftig vor allem außerhalb des Verbundes stattfinden“, betonte Böhme. Um die Expansion voranzutreiben und für Akteure außerhalb der Sparkassen-Welt interessanter zu werden, habe die Deka alle Angebote für Profi-Investoren unter der Marke „Deka Institutionell“ gebündelt. Im Werben um Profi-Investoren konkurriert sie dabei unter anderem mit der Allianz und der Deutschen Bank, innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe aber auch mit mehreren Landesbanken. Diese waren bis zur Komplett-Übernahme durch die Sparkassen 2011 mit 50 Prozent an der Deka beteiligt und hatten damit verhindert, dass ihnen die Frankfurter im Geschäft mit institutionellen Kunden zu stark in die Quere kommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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