Spektakuläre Ergebnisse: Fonds auf der Erfolgswelle

Spektakuläre Ergebnisse
Fonds auf der Erfolgswelle

Das Anlagejahr 2005 war für Fondsinvestoren gleich in doppelter Hinsicht spektakulär. Die meisten Fondsgruppen weisen zweistellige prozentuale Wertgewinne aus, angeführt von Aktienportfolios für Schwellenländer, Rohstoffe und Nebenwerte. Das hat es seit dem Börsen-Boomjahr 1999 nicht gegeben.

FRANKFURT. Darüber hinaus zeigt keine wichtige Fondsgruppe Verluste – ein Phänomen, das nur äußerst selten vorkommt. Die Auswertung der Analysefirma Feri Rating & Research für das abgelaufene Jahr berücksichtigt rund 6 800 in Deutschland angebotene Investmentfonds in- und ausländischer Häuser. Insgesamt sind Fonds aus 38 wichtigen Kategorien in der Tabelle aufgelistet. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung aller Fonds für den jeweiligen Schwerpunkt. Zusätzlich wird das ertragreichste Einzelprodukt innerhalb seiner Gruppe genannt. Zur längerfristigen Orientierung sind auch die durchschnittlichen jährlichen Veränderungen über einen Fünfjahres-Zeitraum angegeben. Parallel zur Gesamtübersicht startet das Handelsblatt heute im Rahmen seiner täglichen Beiträge über die Wertentwicklung einzelner Fondsgruppen mit den ausführlichen Jahresanalysen.

In der Auswertung führen lateinamerikanische Aktienfonds mit durchschnittlich knapp 71 Prozent Wertzuwachs die Hitliste für 2005 an, gefolgt von den osteuropäischen Portfolios mit 62 Prozent. Beachtlich im Plus liegen auch die Aktienportfolios für Rohstoffe und Goldminen mit jeweils über 40 Prozent durchschnittlichem Gewinn. Von den traditionelleren Anlageklassen schaffen es die Fonds für japanische Standardaktien mit 45 Prozent auf einen der vorderen Plätze.

Die spektakulären Ergebnisse der Jahresbilanz stehen in krassem Widerspruch zum Anlageverhalten. Zwar investierten Privatanleger im vergangenen Jahr bis Ende November netto 46,5 Mrd. Euro in die auf sie zugeschnittenen Publikumsfonds. Davon flossen aber nur 2,2 Mrd. Euro in Aktienportfolios. Mit anderen Worten: Es gab kaum Neuengagements – die Hausse wurde verschlafen.

Ob eine zu vorsichtige Haltung auch in diesem Jahr mit entgangenen Gewinnen bestraft wird, bleibt abzuwarten. Die Kapitalmarktexperten jedenfalls erwarten nur moderate Kurszuwächse an den Aktienbörsen und sehen auch die Anleihemärkte vor schwierigeren Zeiten. Aus dieser Sicht ist mit geringeren Erträgen zu rechnen.

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