Spekulanten
Deutsche Bank löst US-Ölzertifikat auf

Das rigidere Vorgehen der USA gegen Spekulanten am Ölmarkt hinterlässt bei der Deutschen Bank Spuren. Das Institut muss auf Grund neuer Vorschriften ein börsengehandeltes Anlageprodukt schließen, mit dem Investoren auf die Entwicklung des Ölpreises wetten konnten.

NEW YORK/FRANKFURT. Erstmals spüren Anleger in den USA die Auswirkungen der schärferen Kapitalmarktregulierung. Die Deutsche Bank löst ein populäres Ölzertifikat auf und als nennt als Grund "von der Börse eingeführte neue Grenzen". Bis zum 9. September sollen Investoren, die mit dem Zertifikat auf fallende oder steigende Ölpreise gewettet hatten, ihr Geld zurückbekommen. Betroffen sind Anleger weltweit, die das an der New Yorker Börse gehandelte Zertifikat gekauft haben.

Das Anlageprodukt, eine so genannte Exchange Traded Note (ETN) hat Investorengelder in Höhe von 425 Mio. Dollar angelockt. Daneben bietet die Bank ihren Kunden vier ähnliche Wertpapiere an, die nicht von der Entscheidung betroffen sind. Man werde auch weiterhin ähnliche Produkte auf den Markt bringen, die dem sich ändernden regulatorischen Umfeld Rechnung trügen, hieß es.

Welche "neuen Grenzen" zur dieser Entscheidung genau geführt haben, wollte die Deutsche Bank nicht ausführen. Nachdem die US-Regierung sich im Sommer dem Kampf gegen Ölpreisspekulanten verschrieben hatte, hatten Aufsichtsbehörden die Börsen zur Einführung neuer Obergrenzen für den Besitz von Ölderivaten aufgefordert. So sollte verhindert werden, dass einz

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