Spezialfonds
Manager von AS-Fonds nutzen ihre Freiheiten

Manche Anleger halten Altersvorsorge-Sondervermögen, kurz AS-Fonds, für ein streng reglementiertes und somit wenig interessantes Produkt. Doch dieser Eindruck täuscht.

HAMBURG. Zwar müssen AS-Fonds zu mindestens 51 Prozent in Substanzwerten - Aktien oder Immobilien - investiert sein und neben weiteren Bestimmungen für beide Kategorien bestimmte Obergrenzen einhalten. Dafür entziehen sie sich durch ihre spezielle Konstruktion dem Vergleich mit einem Index, und da AS-Fonds in der Regel viel weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen als traditionelle Aktien- oder Rentenprodukte, können ihre Manager im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten befreit aufspielen.

Von dieser Freiheit macht Nikolaus Pöhlmann gerne und reichlich Gebrauch. Der Manager des DWS Vorsorge AS (Flex) investiert auf der Aktienseite mit Vorliebe abseits der gängigen Indizes wie Deutscher Aktienindex (Dax) oder Euro Stoxx 50. In den vergangenen zwölf Monaten wurde er dafür mit dem zweithöchsten Wertzuwachs seiner Vergleichsgruppe von 35,67 Prozent belohnt (siehe Tabelle). Zum Erfolg beigetragen hat die Übergewichtung von Energie- und Finanzdienstleistern, aber auch der weitgehende Verzicht auf Papiere aus dem Telekomsektor.

Den geringen Anteil an festverzinslichen Wertpapieren will Pöhlmann auch künftig beibehalten. "Im gegenwärtigen Umfeld bieten die Rentenmärkte keine Alternative zu Aktien", betont der DWS-Manager und verweist auf die Gefahr weiterer Zinssteigerungen.

Generell auf Renten verzichtet Heiko Breiholz beim Hansa-AS von Hansainvest. Der Leiter des Aktienfondsmanagements der Signal-Iduna-Tochter hält rund 30 Prozent des Fondsvermögens im hauseigenen Immobilienfonds Hansaimmobilia, der Rest verteilt sich auf amerikanische, europäische und japanische Aktien. Dabei warf die vergleichsweise enge Orientierung am Stoxx 50, der britische und Schweizer Aktien miteinbezieht, den Hansa-AS seit Frühjahr 2005 etwas zurück. "Der Euro Stoxx 50 und viele Nebenwerte haben sich in dieser Zeit deutlich besser entwickelt", sagt Breiholz.

Große Hoffnungen setzt der Fondsmanager auf Japan, wo er über 20 Prozent der Mittel investiert hat. "Das Restrukturierungspotenzial in Tokio ist nach wie vor enorm", ist Breiholz überzeugt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%